Schiff: Stena Line plant zwei elektrische Fähren

Damit die Luft im Hafen von Göteborg sauberer wird, will die schwedische Reederei Stena Line zwei Fähren mit Elektroantrieb bauen.

Artikel veröffentlicht am ,
E-Fähre Stena Elektra: erste fossilfreie Ropax-Fähre der Welt in dieser Größe
E-Fähre Stena Elektra: erste fossilfreie Ropax-Fähre der Welt in dieser Größe (Bild: Stena Line)

Emissionsfrei über den Kattegat: Die schwedische Reederei Stena Line will die Fährverbindung zwischen Göteborg und Frederikshavn künftig mit elektrisch angetriebenen Schiffen betreiben. Das ist Teil einer Initiative des Hafens in Göteborg, um die Kohlendioxid-Emissionen dort zu reduzieren.

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Der Bau der ersten Fähre, der Stena Elektra, soll in wenigen Jahren beginnen. Sie soll nach Angaben der Reederei die erste fossilfreie Ropax-Fähre der Welt in dieser Größe sein. Ropax bedeutet, dass diese Schiffe sowohl Frachtgut auf Lkw (Roll-On/Roll-Off) als auch Passagiere (Pax) befördern. Bis zum Ende des Jahrzehnts will die Reederei zwei elektrische Fähren dieses Typs im Einsatz haben.

Schifffahrt soll sauberer werden

"Mit unserer batteriebetriebenen Fähre Stena Elektra wollen wir nun von der Vision auf das Wasser gehen", sagte Stena-Line-Chef Niclas Mårtensson. "Im Laufe eines Jahres werden wir die genauen Spezifikationen bekanntgeben und spätestens 2025 die erste Fähre bestellen. Diese wird einen Meilenstein auf dem Weg zu fossilfreier Schifffahrt darstellen."

Die Stena Elektra soll rund 200 Meter lang werden. Das Schiff soll eine Frachtkapazität von 3.000 Lademetern haben. Zudem wird es Platz für 1.000 Passagiere bieten. Es soll aus einem hochfesten Stahl gebaut werden, um gleichzeitig Gewicht zu reduzieren und die Effizienz zu erhöhen.

Akkus sollen im Hafen geladen werden

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Die Strecke zwischen Göteborg in Schweden und Frederikshavn auf dem dänischen Festland ist rund 50 Seemeilen, gut 90 Kilometer lang. Dafür wird das Schiff einen Akku mit einer Kapazität von 60 bis 70 Megawattstunden benötigen. Geladen werden soll der Akku während der Liegezeit im Hafen.

Allerdings erwägt Stena, das Schiff mit einem Range Extender auszustatten. Der soll aber kein konventioneller Verbrennungsantrieb sein. Geprüft werden unter anderem Brennstoffzellen, Wasserstoff und Bio-Methanol.

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Die Luft in Göteborg soll besser werden

Das Projekt ist Teil der Tranzero Initiative, an der der Hafen von Göteborg, die Stena Line sowie die Fahrzeughersteller Volvo Group und Scania beteiligt sind. Deren Ziel ist es, die Kohlendioxid-Emissionen im Hafen von Göteborg bis 2030 um 70 Prozent zu reduzieren.

Stena setzt seit 2018 auf der Linie zwischen Göteborg und Frederikshavn eine Fähre mit einem elektrisch betriebenen Bugstrahlruder ein. Das senkt die Emissionen bei Hafenmanövern. Auf der Linie Kiel - Göteborg verkehrt die Stena Germanica, deren Antrieb zum Teil mit Methanol betrieben wird. Das Methanol stammt noch aus fossilen Quellen, soll aber langfristig durch grünes Methanol ersetzt werden.

"Die Elektrifizierung der Schifffahrt hat gerade erst begonnen. Wir sehen im zukünftigen Kurzstreckenseeverkehr große Potenziale sowohl für Batteriehybride als auch für vollständig batteriebetriebene Schiffe", sagte Mårtensson. "Aber Fähren alleine reichen nicht aus, gleichzeitig müssen auch Infrastruktur und Lademöglichkeiten in den Häfen und an den Terminals entwickelt werden. Deswegen sind Kollaborationsprojekte wie die Tranzero Initiative so wichtig."

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Grimreaper 10. Feb 2021

Also von den Kosten mal abgesehen, ging es hier ja um die notwendige Energie, mit der...

Benutztername12345 10. Feb 2021

Wenn das Methanol grün sein soll kann man es entweder aus Biomasse gewinnen oder mittels...

Benutztername12345 10. Feb 2021

"Deren Ziel ist es, die Kohlendioxid-Emissionen im Hafen von Göteborg bis 2030 um 70...



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