Schiff: Autonome Mayflower kommt in Nordamerika an

Im zweiten Versuch hat die Atlantiküberquerung eines autonomen Schiffs geklappt. Probleme gab es mit der Mechanik, nicht aber mit der KI-gesteuerten Navigationssoftware von IBM.

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Autonome Mayflower in Halifax: ungeplanter Zwischenstopp auf den Azoren
Autonome Mayflower in Halifax: ungeplanter Zwischenstopp auf den Azoren (Bild: IBM)

Endlich erfolgreich: Die Atlantiküberquerung der autonomen Mayflower ist im zweiten Anlauf gelungen. Allerdings verlief sie nicht ohne Probleme und einen erzwungenen Zwischenstopp.

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Am 5. Juni hat die autonome Mayflower Halifax die kanadische Ostküste erreicht, teilte der IT-Konzern IBM mit. Gestartet war das Schiff am 27. April in Plymouth in Südengland. Ziel der etwa 5.600 Kilometer langen Reise war der US-Bundesstaat Virginia und im Anschluss die US-Hauptstadt Washington D.C. Dort sollte das Schiff nach drei bis vier Wochen ankommen.

Doch nach etwa anderthalb Wochen stoppte ein Problem mit dem Generator das Schiff. Es musste den Hafen Horta auf den Azoren anlaufen. Ein Team der Meeresforschungsorganisation Promare, die das Projekt durchführt, flog auf die Azoren, um den Schaden zu beheben.

Das Schiff wurde nach Kanada umgeleitet

Am 20. Mai konnte es dann weitergehen. Allerdings verlief auch die zweite Etappe nicht reibungslos: Am 28. oder 29. Mai gab es Probleme beim Laden der Starterbatterie. Obwohl die Navigationssoftware davon nicht betroffen war, schaltete das Team auf einen Ersatzcomputer für die Navigation um und ließ das autonome Schiff den näher gelegenen Hafen Halifax anlaufen.

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Das Mayflower Autonomous Ship (MAS) ist ein 15 Meter langer Trimaran, der elektrisch fährt. Den Strom für den Antrieb und für alle anderen Systeme an Bord liefern 15 Solarpaneele mit einer Leistung von jeweils maximal 2,5 Kilowatt auf dem Deck sowie ein Dieselgenerator, der die Akkus lädt.

Die MAS ist gespickt mit Hochtechnologie für die Navigation, Wahrnehmung, Wetter und Kommunikation: Mehrere Satellitennavigationssysteme bestimmen bis auf wenige Zentimeter genau. Sechs Kameras und mehr als 30 Sensoren erfassen die Umgebung, die Ausrichtung sowie die Beschleunigung in jede Richtung. Über das Automatische Identifikationssystem (AIS) empfängt die Mayflower Meldungen anderer Schiffe über deren Position, Kurs und Geschwindigkeit. Zwei Wetterstationen messen Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Windrichtung und -geschwindigkeit.

Der AI Captain steuert

Die Auswertung der Sensor- und weiterer Daten, etwa über das Wetter sowie die Steuerung, übernimmt ein System mit künstlicher Intelligenz (KI oder AI) mit der Bezeichnung AI Captain. Dieses System hat Promare zusammen mit dem IT-Konzern IBM entwickelt.

Anlass für das Projekt sollte der 400. Jahrestag der Atlantiküberquerung der Pilgerväter im Jahr 1620 sein. Doch wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich der Start. Einen ersten Versuch startete Promare im Juni 2021. Ziel wäre Plymouth im US-Bundesstaat Massachusetts gewesen, doch schon nach wenigen Tagen musste die Fahrt wegen eines mechanischen Defekts abgebrochen werden.

"Für mich ist das der erste Schritt zu einem vollständig autonomen Schiff mit künstlicher Intelligenz", sagte Brett Phaneuf, einer der Gründer von Promare, im vergangenen Jahr im Gespräch mit Golem.de. Promare will das das autonome Schiff künftig für wissenschaftliche Datensammlungen auf See einsetzen.

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