Total Chaos, Demonschool, Morsels und The Seance of Blake Manor
Total Chaos: allein lauffähiger Horror
Dass ein Indiespiel grafisch beeindrucken kann, ist 2025 dank aktueller Engines keine besondere Meldung wert. Dieses hier hat aber eine spannende Geschichte: Ursprünglich war das schon im Jahr 2018 erschienene Total Chaos(öffnet im neuen Fenster) nämlich eine auf Hochglanz polierte Doom-2-Totalkonversion.
Nun gibt es das Survival-Horrorspiel auch als Standalone-Version auf Basis der aktuellen Unreal-5-Engine – und da sieht es immer noch verblüffend großartig aus.
Allein auf einer verlassenen Insel voller verfallener Industrieruinen wird es in diesem Remaster schnell unheimlich. In bester Gruselmanier gilt es, mit Waffen und Ausrüstung hauszuhalten und die dunklen Geheimnisse des Schreckensortes zu lüften. Ein wunderbares Horrorerlebnis in makelloser Optik für alle Fans von klassischem Horror.
Erhältlich für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC; rund 25 Euro.
Demonschool: Abenteuer an der Uni
Auf dieser Inseluniversität geht es nicht mit rechten Dingen zu – davon ist die übereifrige Dämonenjägerin Faye überzeugt. Gemeinsam mit mehr oder weniger freiwilligen Mitstreitern macht sie sich in Demonschool(öffnet im neuen Fenster) daran, das Geheimnis zu lüften und jede Menge übernatürliche Kreaturen zu besiegen.
Und zwar im rundentaktischen Nahkampf: Dabei gilt es, die Fähigkeiten aller Figuren richtig einzusetzen und die Herausforderungen beinahe wie in Puzzles möglichst ideal zu meistern.
Der coole Cartoonstyle und der flapsige Ton machen das Highschool-Abenteuer charmant und auch sehenswert, die immer wieder anspruchsvollen Kämpfe motivieren. Demonschool ist ein unterhaltsames Comedy-Rollenspiel, das in seinen minimalistischen Arenen auch spielerischen Tiefgang zu bieten hat.
Erhältlich für Playstation 4 und 5, Xbox One und Series X/S, Nintendo Switch/2 und Windows-PC; rund 22 Euro.
Morsels: lecker Häppchen
Das englische Wort Morsel bedeutet Häppchen oder Leckerbissen – und das ist ein passender Name für dieses kleine schräge Spiel. Als wehrlose Maus verschlägt es uns vom Magen einer dämonischen Katze in seltsame Labyrinthe.
Dort verwandeln wir uns in Morsels(öffnet im neuen Fenster) in eine Reihe von ebenso winzigen, aber nicht ganz so hilflosen Miniwesen mit recht unterschiedlichen Fähigkeiten. Als rabiater Pilz schießen wir mit Klonen um uns, als Kaugummi-Wesen blubbern wir rosa Blasen und so weiter.
Morsels erinnert spielerisch an den Roguelike-Klassiker The Binding of Isaac, sein quietschbunter Pixelstyle macht es aber viel niedlicher.
Bis man alle Wesen gefunden und die vielen Geheimnisse dieses Spiels gelüftet hat, vergehen einige recht kurzweilige Stunden – auch deshalb, weil es der Schwierigkeitsgrad in sich hat. Ein surrealer Zeitvertreib voller hübscher Seltsamkeiten.
Erhältlich für Windows-PC, Xbox Series X/S, Playstation 5 und Nintendo Switch/2; rund 15 Euro.
The Séance of Blake Manor: Detektivarbeit im Gruselhotel
Ende des 19. Jahrhunderts erreicht uns ein Brief: Irgendwo im tiefen Westen Irlands ist eine junge Frau spurlos verschwunden, zuletzt wurde sie im Blake Manor Hotel gesehen. Als Detektiv machen wir uns in The Séance of Blake Manor(öffnet im neuen Fenster) dorthin auf, sie zu suchen.
In dem alten Herrenhaus mit langer, finsterer Vorgeschichte bereitet sich gerade alles auf eine Geisterbeschwörung vor. Die seltsamen Gestalten, die sich deshalb versammelt haben, sind alle höchst verdächtig.
The Séance of Blake Manor fordert uns detektivisch heraus: Wir erkunden das Gemäuer, suchen nach Hinweisen und verhören die anderen Hotelgäste. Aus unseren Beobachtungen und Schlussfolgerungen basteln wir eine tragfähige Theorie zusammen, was passiert ist.
Die originellen Puzzleelemente machen unsere Ermittlung zur faszinierenden Denkaufgabe, vor allem auch, weil unsere Zeit beschränkt ist, und jede Aktion Zeit benötigt. Ein kniffliges und überraschend umfangreiches Detektivabenteuer.
Erhältlich für Windows-PC; rund 20 Euro.