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Vor allem an den Knotenpunkten muss gebaut werden

Vor allem aber hat die Bundesregierung endlich die überragende Bedeutung der großen Bahnknoten erkannt. Die Überraschung in Hessen war groß, als im November 2018 der neue Bundesverkehrswegeplan vorgestellt wurde - darin ein Tunnel für Frankfurt. Viele Fernzüge sollen Frankfurt fortan in einem Tunnel queren und im Hauptbahnhof an vier neuen unterirdischen Gleisen halten. Denn eine Simulation zeigte den Planern, dass die oberirdischen Ausbaumaßnahmen nicht ausreichten, um alle zusätzlichen Züge, die durch den Deutschlandtakt hier halten sollten, in den ohnehin überlasteten Kopfbahnhof hineinzukriegen. 3,5 Milliarden Euro wird das Projekt voraussichtlich kosten.

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Bisher ist der Tunnel nicht viel mehr als ein Strich auf der Landkarte. Das hat er mit vielen Projekten des Deutschlandtakts gemein. Bei den meisten liegen bisher nicht einmal Machbarkeitsstudien vor - geschweige denn eine Finanzierung. Geld könnte sich jedoch als das kleinste Problem erweisen. Im aktuellen politischen Klima scheinen viele Steuermilliarden zusätzlich für den umweltfreundlichen Schienenverkehr denkbar. Schwieriger wird die Umsetzung.

Entlang neuer geplanter Strecken formiert sich Protest

Denn momentan brauchen große Schienenbauprojekte in Deutschland eher 25 Jahre von der ersten Planung bis zur Eröffnung. Das weiß man auch im Verkehrsministerium. Helfen soll ausgerechnet eine Maßnahme mit dem sperrigen Namen "Planungsbeschleunigungsgesetz". Der Bundestag beschloss es Ende 2018 mit den Stimmen der großen Koalition. Zum Selbstläufer wird die Streckenplanung dadurch freilich auch nicht.

Bei der Bahn und bei den Genehmigungsbehörden fehlen zum einen Mitarbeiter für die Planung, zum anderen kommt die Baubranche dem Bauboom der letzten Jahre kaum hinterher. Vereinzelt formiert sich obendrein bereits Protest entlang der angedachten neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken. Etwa in der Region Porta Westfalica, wo Bürger gegen eine Untertunnelung des Weserberglands für die Strecke Bielefeld-Hannover mobil machen.

Hans Leister beobachtet das alles ohne Angst um sein Herzensprojekt. Die Schweizer hätten auch 30 Jahre gebraucht, um ihren Taktverkehr umzusetzen. "Der Deutschlandtakt wird nicht in zehn Jahren kommen. Aber wir müssen sinnvolle Zwischenzustände schaffen, damit die Bahnfahrer von jeder Baumaßnahme sofort profitieren", sagt er. Zwischen Hamburg und Berlin soll schon ab 2021 alle halbe Stunde ein ICE fahren.

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 Bahnfahren fürs Klima geht nur mit pünktlichen Zügen
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RC-2224 23. Aug 2019

Meine Zugverbindungen sind auch pünktlich. Wenn man ins Zentrum pendelt wie Basel, Bern...

nils01 20. Aug 2019

Den Genies wird schon die glorreiche Idee kommen, einfach breitere Straßen zu brauchen...

nils01 20. Aug 2019

Meine Strecke ist häufig München - Wien und ab Salzburg fängt dann wieder das Paradies an...

eechauch 19. Aug 2019

Also ich habe mehrere Jahre in verschiedenen Ecken des Landes gelebt und die Realität ist...

plutoniumsulfat 18. Aug 2019

*hust*Stuttgart 21*hust*


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