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Da müsste man den Kölner Dom abreißen, spotteten einige

Als Leister und seine Mitstreiter die Initiative Deutschlandtakt gründeten, hielten sie jedoch einige für Spinner, erzählt er. Ein Taktfahrplan, das gehe vielleicht in der kleinen Schweiz, aber nicht in Deutschland, hieß es. Und wenn alle Züge gleichzeitig in den Kölner Hauptbahnhof einfahren sollen, müsste man schon den Kölner Dom abreißen, wurde gespottet.

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Sie hätten dann viel Überzeugungsarbeit geleistet, sagt Leister. Vorträge, Zeitungsartikel und immer wieder lange Einzelgespräche mit Politikern, Journalistinnen und Managern aus der Bahnbranche. Bei der DB Netz, der Infrastruktursparte der Deutschen Bahn, begannen bald Manager, nach der Idee des Takts die Engstellen im Netz zu suchen.

Schon 2009 folgte der erste große Triumph: Der Deutschlandtakt wurde in den Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung aufgenommen - aber nur als Prüfauftrag. Von da an war er aber immerhin fester Bestandteil der verkehrspolitischen Debatten. 2018 verkündete die schwarz-rote Bundesregierung schließlich: Wir machen das - und zwar bis 2030.

Plötzlich ging es in rasendem Tempo voran. Das Züricher Ingenieurbüro SMA, das auch den Schweizer Taktfahrplan konzipiert hatte, wurde beauftragt, einen Zielfahrplan für Deutschland zu entwickeln. Ab dem Spätsommer 2018 wurde beinahe im Monatsrhythmus eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verkündet. Nürnberg-Würzburg, Berlin-Hannover, Hannover-Bielefeld-Hamm. Und auch die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Mannheim und Frankfurt und Frankfurt und Fulda sollen nun endlich gebaut werden.

Hochgeschwindigkeitszüge lohnen sich eben doch

Rüdiger Grube, von 2009 bis 2017 Bahnchef, hatte noch verkündet, dass die Zeit der Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland vorbei sei. Denn die superschnellen ICE brächten nur eine Zeitersparnis von wenigen Minuten und würden viel zu viel Energie verbrauchen. 250 Stundenkilometer täten es auch. Jetzt zeigte sich: Ein paar Minuten weniger bringen es eben doch.

Wenn der ICE etwa die Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg statt in 40 in etwas weniger als 30 Minuten schafft, funktionieren die Nahverkehrsanschlüsse in beiden Städten perfekt. Weite Teile Nordbayerns sind ideal an den Rest der Republik angeschlossen. Und Reisende gewinnen beim Umsteigen nicht nur 10, sondern 30 bis 40 Minuten.

Zusätzlichen Schub bekommt der Deutschlandtakt durch die erstarkte Debatte um den Klimaschutz.

 Der Taktfahrplan braucht den idealen FahrplanBahnfahren fürs Klima geht nur mit pünktlichen Zügen 
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plutoniumsulfat 17. Aug 2019 / Themenstart

Warum hat noch kein "Auto und Bus sind so viel besser"-Argumentierer daran gedacht, dass...

gentux 15. Aug 2019 / Themenstart

Also ich pendle auf einer der am meisten befahrenen Strecken (zwischen Olten und Zürich...

hifimacianer 15. Aug 2019 / Themenstart

Das war keine Beleidigung, sondern eine Feststellung!

Kleba 15. Aug 2019 / Themenstart

Also ich bin erst am Montag von Hamburg nach Düsseldorf geflogen (ich wollte eigentlich...

DY 15. Aug 2019 / Themenstart

die rot-grüne Bundesregierung hat das Projekt beschlossen, dann wurde es umgesetzt und...

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