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Schienenverkehr: Bahn verzeichnet erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn

Die Bahn macht mal wieder Plus. Auch die Zahl der Passagiere ist gestiegen – die hohen Spritpreise sollen Pendler vom Auto zur Bahn gebracht haben.
/ Tobias Költzsch
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Ein ICE der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof (Bild: RALF HIRSCHBERGER / AFP via Getty Images)
Ein ICE der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof Bild: RALF HIRSCHBERGER / AFP via Getty Images

Medienberichten zufolge soll die Bahn erstmals seit sieben Jahren wieder einen Gewinn in ihrem Kernbereich eingefahren haben. Dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) zufolge soll im ersten Halbjahr 2026 ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaftet worden sein. Auch die Bild-Zeitung(öffnet im neuen Fenster) berichtet entsprechend.

Im ersten Halbjahr 2025 hatte die Bahn im Vergleich noch Verluste in Höhe von 760 Millionen Euro verzeichnet. Auch bei der Passagieranzahl soll es den Informationen zufolge einen neuen Rekord geben: 960 Millionen Fahrgäste nutzten im ersten Halbjahr 2026 Züge der Bahn. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 17 Millionen weniger.

Der Bild-Zeitung zufolge sollen die hohen Kraftstoffpreise der Hauptgrund für den Anstieg der Fahrgastzahl sein. Pendler seien vom Auto auf die Bahn umgestiegen, was durchaus denkbar ist, da die Preise bei der Bahn weitgehend stabil geblieben sind. Auch im Fernverkehr soll seit April 2026 die Nachfrage gestiegen sein. Allerdings waren die Fahrgastzahlen bereits 2025 gestiegen.

Sanierung der Bahn ist oberste Priorität

Bahn-Chefin Evelyn Palla soll die Zahlen am 30. Juli 2026 vorstellen. Palla ist seit ihrem Antritt als Bahn-Chefin im Oktober 2025 bemüht, die Sanierung der Bahn voranzutreiben. Zu Pallas Kernzielen gehört die Verbesserung der Pünktlichkeit der Bahn. Vor allem der Fernverkehr ist notorisch unpünktlich: Im März 2026 erreichten 62,1 Prozent der Züge ihre Ziele mit maximal sechs Minuten Verspätung, was eine Verbesserung gegenüber den Vormonaten darstellte.

Im internationalen Vergleich ist das aber immer noch ein schlechter Wert. In der Schweiz etwa sind die Züge bei einer Pünktlichkeit von über 90 Prozent – und maximal drei Minuten zu spät. Auch in anderen Nachbarländern liegen die Pünktlichkeitsquoten eher im Bereich zwischen 80 und 90 Prozent, bei weniger generösem Zeitpuffer.

2015 lag die Pünktlichkeitsquote des Bahn-Fernverkehrs noch bei 74,4 Prozent(öffnet im neuen Fenster). Als Gründe für die Verschlechterung gelten das teils marode Schienennetz, daraus resultierende Baustellen sowie Überlastung von Knotenbahnhöfen, vor denen sich Züge immer wieder stauen.


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