Scheuer: Mobilfunkbetreiber dürfen LTE an Grenzen voll aufdrehen

Durch eine neue Regelung sollen die Beschränkungen für LTE im Grenzgebiet wegfallen. Bundesverkehrsminister Scheuer spricht davon, das größte Funkloch Deutschlands zu schließen.

Artikel veröffentlicht am ,
LTE-Versorgung durch die Telekom
LTE-Versorgung durch die Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Das Bundesverkehrsministerium hat mit der Bundesnetzagentur eine neue Übereinkunft getroffen, um die Mobilfunkversorgung in Grenzregionen deutlich zu verbessern. Das gab die Behörde am 30. September bekannt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte: "Für viele Menschen in grenznahen Gebieten, die bislang Schwierigkeiten mit der Netzabdeckung hatten, haben wir jetzt eine Lösung gefunden: Gemeinsam mit der Bundesnetzagentur und den Netzbetreibern sorgen wir ab sofort für Empfang in über 780.000 Haushalten in Grenzregionen. Wir schließen Deutschlands größtes Funkloch."

Die Mobilfunkanbieter haben in den Grenzregionen LTE-Stationen aufgebaut, können diese aber wegen der Auslegung der Vorschriften zur Auslandskoordination nicht vollständig nutzen. Darin ist die Mobilfunk-Einstrahlung aus Deutschland in das angrenzende Nachbarland geregelt. "Ab sofort können die Mobilfunkbetreiber LTE-Stationen, die bislang nicht eingeschaltet waren, aktivieren und LTE-Stationen, die bislang leistungsreduziert betrieben wurden, voll aufdrehen", erklärte das Ministerium.

Ziel sei es, dass die Mobilfunknetzbetreiber kurzfristig alle bisher durch Grenzkoordinierungsfragen verursachten Versorgungslücken schließen können.

Die Mobilfunkanbieter wollen die Maßnahmen nun Schritt für Schritt umsetzen. Verbesserungen in der Mobilfunkversorgung werden dadurch nach den Angaben ab sofort erwartet.

"Es gab etliche LTE-Stationen, die wir mit Rücksicht auf die ausländischen Netzbetreiber auf der anderen Seite der Grenze nicht in Betrieb nehmen durften, obwohl wir die LTE-Antennen längst installiert hatten. Diese LTE-Stationen dürfen wir nun aktivieren", sagte Vodafone-Sprecher Volker Petendorf Golem.de auf Anfrage. Und es habe etliche LTE-Stationen gegeben, bei denen mit Rücksicht auf die ausländischen Netzbetreiber jenseits der Grenze nur mit halber Kraft gesendet werden durfte. Diese Basisstationen dürfen nunmehr ihre volle Leistung entfalten.

Technisch schalte Vodafone an den Mobilfunkstationen die LTE-Antennen erstmals ein und justiere vorhandene LTE-Stationen neu, um die Versorgung in grenznahen Gebieten zu verbessern.

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lemmer 15. Okt 2019

und der deutscherland depp zahlt sogar noch fröhlich den doppelten und dreifachen preis...

lemmer 15. Okt 2019

Der Pole, der Tscheche und der Slowake machen das schon lange so. So ca. 10km von der der...

/mecki78 02. Okt 2019

Und so wie bei allen Unternehmen ist es nicht die Aufgabe der Politik das...

tg-- 02. Okt 2019

Und dass diese Massnahme das verbessern koennte kommt dir nicht in den Sinn?



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