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Schavanplag: Vorwürfe gegen Bildungsministerin Schavan wegen Doktorarbeit

Das Blog Schavanplag wirft der Bundesbildungsministerin vor, viele Analysen und Schlussfolgerungen anderer in ihrer Doktorarbeit als eigene ausgegeben zu haben. Sie fordert den Verfasser des Blogs, der dies dokumentiert hat, auf, sich zu erkennen zu geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesbildungsministerin Annette Schavan
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) steht wegen Plagiatsvorwürfen zu ihrer Dissertation unter Druck. In dem Blog Schavanplag wurde ihre 32 Jahre alte Dissertation analysiert und der Vorwurf erhoben, dass Quellen nicht ausreichend benannt seien.

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Schavan forderte den Verfasser auf, in die Öffentlichkeit zu treten. "Mit anonymen Vorwürfen kann man schwerlich umgehen", sagte sie. Ein Verfasser, der sich Robert Schmidt nannte, hatte sich mit den Erkenntnissen des Blogs an Nachrichtenagenturen in Deutschland gewandt.

Schavan hat 1980 an der Universität Düsseldorf den Doktortitel mit der Arbeit "Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" erworben. Die Promotionskommission der Universität prüft jetzt die Vorwürfe.

In dem Blog wird Schavan in einer Zusammenfassung vom 2. Mai 2012 (PDF) vorgeworfen, die Standpunkte und Schlussfolgerungen von anderen Wissenschaftlern zu übernehmen und so Diskurse zu bestreiten, ohne die Quellen für die Überlegungen zu benennen.

Der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Kai Gehring, sagte dem Tagesspiegel: "Ministerin Schavan muss die gegen sie erhobenen Vorwürfe restlos aufklären. Gerade eine Wissenschaftsministerin muss Vorbild für Promovierende sein und daher alle Zweifel aus der Welt räumen."

Das Guttenplag-Wiki hatte die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg auf Plagiatsstellen untersucht, was zum Rücktritt des Bundesverteidigungsministers führte. In der Dissertation "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU" fanden sich nach den Angaben auf 94,4 Prozent aller Seiten Plagiate.

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dossi 03. Mai 2012

+1 Ich ziehe den Hut. Respekt, derartig gute Darstellung begegnet mir selten. Ich bin...

lalelu 03. Mai 2012

@RaiseLee: Nur weil du nicht verstehst wovon der Text handelt, muss er nicht gleich...

dossi 03. Mai 2012

Ich erlaube mir das mal: Einfach pauschal einiges in Frage stellen. Ich beziehe mich...

Jacques de... 03. Mai 2012

Wie viele deutsche Politiker kennst du überhaupt? Die ist doch schon mehr als fünf Jahre...

Bouncy 03. Mai 2012

Das ist doch egal, wenn Verfahrensfehler gemacht werden dann sind auch wichtige...


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