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Schaltung von Festnetzanschlüssen: Vodafone wirft Telekom Benachteiligung vor

Nach Angaben von Vodafone passiert es häufig, dass Kunden zur Telekom wechseln, weil die Schaltung von Anschlüssen verzögert wurde.
/ Ingo Pakalski
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Vodafone sieht sich durch die Telekom benachteiligt. (Bild: Daniel Leal-Olivas/AFP via Getty Images)
Vodafone sieht sich durch die Telekom benachteiligt. Bild: Daniel Leal-Olivas/AFP via Getty Images

Vodafone hat etliche Bundes- und Landespolitiker angeschrieben und beklagt eine Benachteiligung durch die Deutsche Telekom. Demnach würden Vodafone-Kunden länger auf die Schaltung neuer Festnetzanschlüsse warten müssen als Telekom-Kunden. Die Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) berichtet über das Anschreiben, das ihr nach eigenen Angaben vorliegt. Vodafone will damit erreichen, dass in der kommenden Regulierungsverordnung für schnellere Glasfasernetze eindeutige Vorgaben gemacht werden.

Vodafone ist der größte Kabelnetzbetreiber Deutschlands, mietet aber VDSL-Anschlüsse bei dem Konkurrenten Telekom an. Vodafone will dadurch Druck auf die Bundesnetzagentur ausüben und nennt mehrere Fälle, in denen die Anschaltung von Vodafone-Kunden verzögert worden seien.

Das Unternehmen beklagt, dass aufgrund mangelnder Mitarbeiter-Ressourcen bei der Telekom oder nicht hinreichend geeigneter IT-Systeme deutlich über die vertraglich festgelegte Bereitstellungsfrist hinaus verzögert worden sei. In dem Schreiben werden Verzögerungen von vielen Wochen beklagt.

Vodafone-Kunden wechseln zur Telekom

Vodafone sieht darin eine Benachteiligung: "Betroffene Kunden stornierten daraufhin bereits bestellte Vodafone-Anschlüsse und wurden kurz darauf von der Telekom mit Anschlüssen versorgt" , heißt es in dem Brief.

"Es kommt noch immer häufig vor, dass unsere Kunden zu lange oder vergeblich auf Telekom-Techniker warten, die den neuen Internetanschluss freischalten, während Telekom-Kunden schneller geholfen wird" , sagte Andreas Laukenmann, Privatkundenchef bei Vodafone der Welt am Sonntag.

Telekom widerspricht Vodafone

Die Telekom widerspricht den Vorwürfen von Vodafone. Es habe erhebliche Verbesserungen bei den Leistungen für die Mitbewerber gegeben, versichert die Telekom. "Wir behandeln alle Kunden gleich" , zitiert der Bericht einen Konzernsprecher.

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Die Telekom verweist darauf, dass für Vodafone über eine Schnittstelle zum Telekom-Buchungssystem alle verfügbaren Bereitstellungstermine jederzeit einsehbar seien und gebucht werden könnten. Nach Angaben der Telekom habe die Vodafone aber noch nicht die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen, um diese Schnittstelle vollständig nutzen zu können.

Vodafone ist bei der Schaltung neuer Festnetzanschlüsse auf die Zuarbeit der Telekom angewiesen. Die Telekom ist dabei verpflichtet, die Kunden der Konkurrenten genauso zu behandeln wie ihre eigenen.


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