Schadstoffe beim Landevorgang: Schutzstrategien für sensible Mondgebiete gefordert
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Ein europäisches Forscherduo(öffnet im neuen Fenster) spricht sich mit Blick auf die wachsende Anzahl von Landemissionen für Schutzstrategien auf dem Mond aus. Das Problem laut der Forscher ist dabei der Treibstoff, den Mondfahrzeuge beim Landevorgang aus ihren Düsen pusten , damit sie ihre Fallgeschwindigkeit senken.
Während der Triebwerkszündung wird Methan als Nebenprodukt erzeugt, welches sich schnell über den luftlosen Mond ausbreitet. Das Abgasmethan gelangt dabei in die ultrakalten Krater an den Polen, die noch nie Sonnenlicht gesehen haben, und wird dort eingeschlossen.
Mondkrater sind Fallen für Schadstoffe
Doch genau diese Regionen sind das Hauptziel für die Suche nach uraltem Wassereis und organischen Molekülen. Diese dauerhaft beschatteten Krater am Nord- und Südpol sind so kalt, dass Wassereis und andere gefrorene Verbindungen Milliarden Jahre erhalten bleiben können. Diese könnten organisches Material von Kometen und Asteroiden bewahren, wie präbiotische Moleküle, die mit den Ursprüngen des Lebens auf der Erde in Verbindung stehen.
Diese eisigen Bedingungen machen die polaren Krater jedoch auch zu effizienten Fallen für moderne Schadstoffe. Mit ihrer Arbeit möchte die Forschungsgruppe dabei helfen, Richtlinien zum Schutz sensibler Mondgebiete zu gestalten und den chemischen Fußabdruck zukünftiger Missionen zu verringern.
"Wir haben Gesetze zur Regulierung der Kontamination von Erdumgebungen wie der Antarktis und Nationalparks" , teilte die Studienleiterin Francisca Paiva vom Instituto Superior Técnico in Portugal in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) mit. "Ich denke, der Mond ist eine ebenso wertvolle Umgebung wie diese."
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