Ransomware: IT-Angriff legt Schwerin und Landkreis lahm

Der IT-Dienstleister für Schwerin und einen Landkreis musste nach einem Ransomware-Angriff offline gehen. Die Bürgerbüros sind vorerst geschlossen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Das Schweriner Schloss
Das Schweriner Schloss (Bild: Kolossos, Wikimedia/CC-BY-SA 3.0)

Der IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin und des Landkreises Ludwigslust-Parchim ist Opfer eines IT-Angriffs geworden. Er habe seit der Nacht zum Freitag einen Angriff mit einer Schadsoftware registriert. "Daraufhin mussten wir sämtliche IT-Systeme des Verbundes herunterfahren", sagte Landrat Stefan Sternberg (SPD). Die Polizei und entsprechende Sicherheitsbehörden seien informiert. Der Landkreis hat laut NDR den Krisenstab einberufen.

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Durch den IT-Angriff auf den Kommunalservice Mecklenburg (KSM) sei mit erheblichen Einschränkungen in Bezug auf die Verfügbarkeit des Bürgerservice zu rechnen. Die Bürgerbüros wurden laut dem Landrat daraufhin geschlossen. Laut Angaben des NDR suchen die Verantwortlichen derzeit noch nach der konkreten Ursache.

Für Mutmaßungen zu Ursache und Umfang ist es laut Sternberg aktuell noch zu früh. Neben dem Landkreis und der Landeshauptstadt seien weitere kreisangehörige Ämter und Städte betroffen. An dem KSM sind laut NDR unter anderem auch die Städte Grabow und Ludwigslust beteiligt. Auch die IT-Dienste für Schulen oder weitere kommunale Eigenbetriebe werden demnach von dem KSM betrieben. In dem betroffenen Gebieten leben etwa 300.000 Menschen.

Erst im Juli dieses Jahres waren mehrere Server des Landkreises Anhalt-Bitterfeld bei einem Angriff mit Ransomware infiziert worden, bei dem Daten verschlüsselt wurden. Nach einer Geldzahlung sollten die Daten wieder freigegeben werden, der Landkreis lehnte jedoch eine Lösegeldzahlung ab. Seit dem 9. Juli gilt im Landkreis der Katastrophenfall - bundesweit der erste wegen eines Angriffs auf IT-Systeme. Die Verantwortlichen arbeiten dort immer noch daran, wieder einen Normalzustand herzustellen. Das könne wohl auch noch bis zum Jahresende dauern.

Nachtrag vom 15. Oktober 2021, 13:19 Uhr

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Dem NDR zufolge bestätigte inzwischen der Schweriner Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) einen Ransomware-Angriff, bei dem Daten verschlüsselt worden seien. Eine Lösegeldforderung gibt es demnach bislang aber nicht.

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