Schadsoftware: Google wird zum Onlinevirenscanner
Google hat das Startup Virustotal übernommen. Das gab Hispasec Sistemas, der Betreiber des Onlinevirenscanners, am 7. September 2012 im Unternehmensblog bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Das spanische Unternehmen hat nur wenige Angestellte.
Onlinevirenscanner haben den Vorteil, dass sie mehrere Scan-Engines verwenden. Somit kann ein Anwender einen möglichen Fehlalarm noch einmal überprüfen oder eine Datei hochladen, von der vermutet wird, dass sie Schadsoftware beinhaltet, obwohl der eigene Virenscanner nicht angesprungen ist.
Virustotal ist ein kostenloser Onlineservice, der es erlaubt, Dateien hochzuladen und online durch über 40 verschiedene Antivirenprogramme, darunter Intels McAfee und Symantec, überprüfen zu lassen. Auch URLs können von Virustotal geprüft werden. Virustotal teilt die Überprüfungsergebnisse den Antivirusanbietern mit. Das Angebot ist seit dem Jahr 2004 in Betrieb.
Virustotal erklärte, dass "mit Googles Infrastruktur jederzeit sichergestellt sei, dass unsere Tools immer verfügbar sind, wenn sie gebraucht werden." Virustotal werde weiter unabhängig agieren und seine Partnerschaften mit anderen Antivirus-Unternehmen und Sicherheitsexperten pflegen. "Wir haben hart daran gearbeitet, dass die von uns angebotenen Dienstleistungen kontinuierlich verbessert werden. Aber als kleines, mit beschränkten Ressourcen ausgestattetes Unternehmen, kann das manchmal schwierig sein." Die Dateien, die bei Virustotal hochgeladen oder per E-Mail gesandt werden können, sind auf 32 MByte begrenzt.
Eine Google-Sprecherin sagte, Google sei "erfreut" , Virustotal mit "der benötigten Infrastruktur zu versorgen, um sicherzustellen, dass der Service sich weiter verbessert."
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