Abo
  • Services:
Anzeige
Das Gebäude des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstatt
Das Gebäude des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstatt (Bild: Stefan Frerichs/Wikipedia Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany)

Schadensersatz: Gericht bewertet Porno-Filesharing mit 2,04 Euro

Das Gebäude des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstatt
Das Gebäude des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstatt (Bild: Stefan Frerichs/Wikipedia Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany)

Ein Gericht hat fachkundig eine Klage eines Pornorechteinhabers zu Filesharing abgewiesen, weil der Beschuldigte den Anschluss nicht allein nutzte. Doch auch wenn die Entscheidung anders ausgefallen wäre, hätte es nur 2,04 Euro gegeben.

Das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt hat die Klage des Rechteinhabers eines Pornos wegen Filesharings abgewiesen. Das berichtet die Anwaltskanzlei Werdermann/von Rüden. Der Kläger muss zudem die Kosten des Verfahrens (Aktenzeichen: 8 C 1023/15) tragen. Der Streitwert liegt bei 1.151,80 Euro.

Anzeige

Der Anschlussinhaber hatte erklärt, dass sein volljähriger Bruder, sein volljähriger Cousin sowie weitere Freunde Zugriff auf seinen Internetanschluss hatten. Er kenne das strittige "Filmwerk" nicht. Auch der Umgang mit Tauschbörsen sei ihm nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der Urheberrechtsverletzung hätten sich vier Computer in seinem Haushalt befunden. Sein WLAN-Netzwerk sei mit einer zehnstelligen Zahlenkombination und einer WPA-/WPA2-Absicherung gegen unbefugten Zugriff Dritter geschützt.

Schadensersatz realistisch bemessen

Auch die Störerhaftung greife hier nicht, urteilte das Amtsgericht: Denn der Inhaber eines Internetanschlusses sei grundsätzlich nicht verpflichtet, volljährige Familienangehörige über die Rechtswidrigkeit einer Teilnahme an Internettauschbörsen oder von sonstigen Rechtsverletzungen im Internet zu belehren.

Besonders interessant sind die Ausführungen des Gerichts über die Schätzung des Schadensersatzes. "Selbst wenn man entgegen der Auffassung des Gerichts von einer Haftung des Beklagten ausgehen wollte", sei eine angemessene Vergütung so zu berechnen: "Das Filmwerk hat einen Ladenpreis von 14,99 Euro, sodass sich die Lizenzgebühr rechnerisch auf 2,04 Euro belaufen würde. Ob man diese Gebühr ansetzt oder davon ausgeht, zumindest der Ladenpreis für eine Lizenz sei geschuldet, kann hier dahinstehen", erklärte das Gericht.


eye home zur Startseite
Spiritogre 05. Okt 2015

Weil sie gesetzlich dazu verpflichtet sind!? Siehe z.B. Vorratsdatenspeicherung. Das...

ThiefMaster 02. Okt 2015

Hat er. Quelle: https://www.wvr-law.de/ag-stuttgart-bad-cannstatt-13-08-2015-8-c-102315/

Heiko Wagner 02. Okt 2015

is wahr, kein text...

nightfire2xs 02. Okt 2015

Punkt für dich, der war gut.

TC 02. Okt 2015

Ich stell mir grad vor, wie dieser mehrmals in voller Ernsthaftigkeit genannt werden...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TeamViewer GmbH, Großraum Stuttgart / Göppingen
  2. Haufe Group, Freiburg
  3. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt a. M., Zwickau, Nürnberg, Dresden
  4. AKDB, Regensburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 599€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Wochenrückblick

    Früher war nicht alles besser

  2. Raumfahrt

    Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  3. Cloud

    AWS bringt den Appstore für Serverless-Software

  4. Free-to-Play-Strategie

    Total War Arena beginnt den Betabetrieb

  5. Funkchip

    US-Grenzbeamte können Pass-Signaturen nicht prüfen

  6. Telekom-Chef

    "Sorry! Da ist mir der Gaul durchgegangen"

  7. WD20SPZX

    Auch Western Digital bringt flache 2-TByte-HDD

  8. Metal Gear Survive im Test

    Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake

  9. Cloud IoT Core

    Googles Cloud verwaltet weltweit IoT-Anlagen

  10. Schweden

    Netzbetreiber bietet 10 GBit/s für 45 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Homepod im Test: Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
Homepod im Test
Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
  1. Rückstände Homepod macht weiße Ringe auf Holzmöbeln
  2. Smarter Lautsprecher Homepod schwer reparierbar
  3. Smarter Lautsprecher Homepod-Reparaturen kosten fast so viel wie ein neues Gerät

Indiegames-Rundschau: Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
Indiegames-Rundschau
Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  1. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass
  2. Games 2017 Die besten Indiespiele des Jahres

HP Omen X VR im Test: VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
HP Omen X VR im Test
VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
  1. 3D Rudder Blackhawk Mehr Frags mit Fußschlaufen
  2. Kreativ-Apps für VR-Headsets Austoben im VR-Atelier
  3. Apps und Games für VR-Headsets Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc

  1. Re: einfache lösung

    Vögelchen | 11:01

  2. Re: beta.

    robinx999 | 10:58

  3. Re: API nicht benutzen!

    MadC | 10:53

  4. Re: Den gefälschten Pass mit dem bloßen Auge erkennen

    Vögelchen | 10:52

  5. Re: Die Xiaomi-App übermittelt den Standort

    logged_in | 10:48


  1. 09:02

  2. 17:17

  3. 16:50

  4. 16:05

  5. 15:45

  6. 15:24

  7. 14:47

  8. 14:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel