Schadenersatz: Tesla wegen Drosselung der Ladegeschwindigkeit verurteilt

Tesla muss Schadenersatz zahlen, weil das Unternehmen die Ladegeschwindigkeit und Batteriekapazität durch ein Software-Update gedrosselt hat.

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Telsa Model S
Telsa Model S (Bild: Tesla)

In Norwegen muss Tesla laut einem Bericht der Zeitung Nnettavisen umgerechnet 13.300 Euro Schadensersatz (136.000 norwegische Kronen) an Eigentümer zahlen, deren Elektroauto durch ein Software-Update in seinen Eigenschaften verändert wurde. So urteilte ein Gericht in Norwegen.

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Tesla-Besitzer hatten nach einem Software-Update im Jahr 2019 einen Rückgang der Reichweite ihrer Autos von etwa 20 bis 50 Kilometer festgestellt. Betroffen waren Besitzer des Model X und Model S mit einem 85 kWh-Akku. Diese Fahrzeuge werden seit 2015 nicht mehr gebaut. Die Reichweitenreduktion soll durch die Updates 2019.16.1 und 2019.16.2 erfolgt sein, berichtete damals das Blog Electrek.

Zu dem Verlust an Reichweite, der auch im Bordcomputer zu erkennen war, kam noch ein anderes Problem hinzu: Am Supercharger konnten die Fahrzeuge fortan nicht mehr so schnell geladen werden wie bislang.

Tesla begründete dieses Vorgehen mit einem Schutz der Akkus und dem Versuch, deren Langlebigkeit zu erhöhen. Warum der Akku auf einmal geschützt werden musste, ließ Tesla offen. Nach dem Bericht von Nettavisen kann der Autohersteller noch Berufung gegen das Urteil einlegen. Wie Electrek schätzt, könnten im Fall einer Gruppenentscheidung in Norwegen mehr als 10.000 Tesla-Besitzer von dem Urteilsspruch betroffen sein. Noch gibt es lediglich für die 30 Kläger Schadensersatz.

Die norwegische Verbraucherschutzorganisation Bilklager.no begrüßte das Urteil und will eine Sammelklage einreichen: Torbjørn Stølen von Bilklager teilte mit: "Eine Verschlechterung der Qualität eines Produkts nach dem Verkauf ist völlig inakzeptabel und sollte von den betroffenen Käufern nicht hingenommen werden".

Laut Nnettavisen wurde auch in Dänemark gegen Tesla Klage auf Schadenersatz eingereicht.

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