Scape Technologies: Facebook kauft Spezialisten für Positionsbestimmung
Nach Informationen von US-Magazinen wie Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) hat Facebook eine Mehrheit am britischen Startup Scape Technologies(öffnet im neuen Fenster) gekauft. Mindestens 75 Prozent der Anteile an Scape sollen nun Facebook gehören, der Preis dafür soll bei rund 40 Millionen US-Dollar gelegen haben. Facebook hat den Vorgang in einem Kommentar nicht direkt bestätigt, aber auch nicht dementiert – sondern nur ganz allgemein gesagt, dass man eben von Zeit zu Zeit kleinere Firmen aufkaufe, ohne das immer öffentlich diskutieren zu wollen.
Scape arbeitet an Technologien, die unter anderem für Augmented-Reality-Systeme interessant sind. Dabei geht es darum, mithilfe der selbst entwickelten Vision Engine die Position im Raum etwa mit der Kamera eines Smartphones zu bestimmen.
Das soll auf den Zentimeter genau funktionieren – also wesentlich präzisere Positionsdaten als GPS, Galileo und ähnliche Satellitensysteme liefern. Die Entwickler von Scape wollen das langfristig weltweit ermöglichen, bislang haben sie das notwendige Kartenmaterial nach eigenen Angaben allerdings nur für London erstellt.
Facebook hat sich 2014 mit der Übernahme von Oculus in den Markt für Virtual Reality eingekauft. Die Betreiber des sozialen Netzwerks arbeiten aber auch intensiv an Augmented Reality. Das bislang mit Abstand wichtigste Produkt ist Spark AR Studio(öffnet im neuen Fenster).
Das ist eine Software, mit deren Hilfe die Nutzer auf Plattformen wie Facebook und Instagram etwa Bärte oder lustige Nasen an Fotos oder Videos von Gesichtern anbringen können. Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Facebook ebenso wie eine Reihe weiterer Unternehmen an einer AR-Brille arbeite, bestätigt ist das aber nicht. Facebook könnte die Hardware mit den VR-Produkten von Oculus zusammenführen oder sie zumindest über den bekannten Hersteller vermarkten.
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