Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Der Scanadu Scout(öffnet im neuen Fenster) hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Tricorder aus Star Trek – doch anstelle eines eigenen Displays wird das Smartphone des Benutzers gebraucht, um die Vitalfunktionen des Patienten anzuzeigen. Das kleine Modul ist mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, deren Ergebnisse es per Bluetooth 4.0 an das mobile Endgerät des Benutzers überträgt.

Das Gerät misst nach Herstellerangaben Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung des Patienten und kann ein Elektrokardiogramm erfassen. Gedacht ist es zur Selbstvermessung und nicht unbedingt für medizinisches Personal. Eine Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde benötigt das Gerät, wenn es in den Handel kommen soll, jedoch trotzdem. Auch für die Telemedizin wäre der Tricorder interessant, wenn er mit Hilfe eines Mobiltelefons die Daten zur Diagnose an den Arzt weiterleiten könnte.
Die Entwickler haben den Scout zwar als Prototyp entwickelt, doch das Geld soll über die Crowdfinanzierungsplattform Indiegogo besorgt werden, mit dem das Produkt fit für die Prüfung der Food and Drug Administration (FDA) gemacht werden soll.
Der Scanadu Scout basiert auf der Micrium-Entwicklungsplattform. Die dazugehörige App soll für iOS- und Android-Geräte entwickelt werden, die Bluetooth 4.0 Low Energy (LE) unterstützen. Der eingebaute Akku wird über USB geladen und soll bei mehrmaliger Benutzung am Tag für eine Woche ausreichen.
Über Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) sollen für den Scanadu Scout 100.000 US-Dollar eingenommen werden. Diese Marke konnte das Team in nur zwei Stunden erreichen. Mittlerweile wurden schon über 320.000 US-Dollar zugesagt. Ein Scanadu Scout soll 200 US-Dollar kosten. Die Auslieferung soll im März 2014 beginnen.


