Scam: Malware gibt sich als Hackertool aus und stiehlt Bitcoins

Angeblich soll das Hackertool Passwörter knacken, doch die nutzlose Benutzeroberfläche dient einem ganz anderen Zweck.

Artikel veröffentlicht am ,
Und weg sind sie, die Bitcoin.
Und weg sind sie, die Bitcoin. (Bild: Mohamed Hassan/Pixabay)

Auf der Messengerplattform Telegram werden vermeintliche Hackertools für Windows angeboten, die Passwörter für Bank-, Dating- und Social-Media-Konten per Brute Force knacken können sollen. Das können sie zwar nicht, dafür stehlen sie jedoch die Kryptowährung der Möchtegern-Hacker, die das Tool ausführen. Sicherheitsforscher von Avast nennen die Schadsoftwarefamilie Hackboss - nach dem Telegram-Kanal, auf dem sie beworben wird.

Stellenmarkt
  1. Technischer Projektleiter (w/m/d)
    Vertec GmbH, Hamburg, München, Zürich (Schweiz), Wien (Österreich) (Home-Office)
  2. Operativer Lizenzmanager (d/m/w)
    NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg
Detailsuche

Angeboten wird die Schadsoftware als Zip-Archiv, in welchem eine ausführbare Datei verpackt ist. Wird diese ausgeführt, startet eine simple Benutzeroberfläche (GUI). Durch Anklicken einer beliebigen Schaltfläche wird die mitgelieferte Schadsoftware entschlüsselt und ausgeführt.

Um Persistenz auf dem System zu erlangen, richtet Hackboss einen Registry-Schlüssel ein, der den Payload regelmäßig oder beim Starten des Systems ausführt. Wurde das Fenster geschlossen oder der Prozess im Taskmanager beendet, wird die Schadsoftware kurze Zeit später wieder gestartet.

Hackboss hat es auf Wallets von Kryptowährungen abgesehen

Während die Schadsoftware läuft, überwacht sie die Zwischenablage und sucht nach Wallet-Adressen für Kryptowährungen, die es gegen Wallets der Kriminellen hinter Hackboss austauscht. Damit nutzen sie den Umstand aus, dass die nicht besonders eingängigen Wallet-Adressen nach dem Kopieren und Einfügen von vielen nicht überprüft werden. Die Opfer schicken ihre Coins anschließend an die Kriminellen statt an den eigentlichen Empfänger.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.–18. Februar 2022, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    4. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Sicherheitsfirma Avast assoziiert insgesamt rund 100 Wallet-Adressen mit der Hackboss-Kampagne, darunter Bitcoin, Ether, Litecoin, Monero und Dogecoin. Seit November 2018 sollen auf diese 560.000 US-Dollar eingezahlt worden sein. Diese sollen jedoch auch aus anderen Betrügereien stammen.

Der Hauptverbreitungsweg der Malware ist Avast zufolge ein Telegram-Kanal namens Hack Boss mit etwa 2.800 Abonnenten. In diesem wird die Software in etwa neun Beiträgen pro Monat beworben. Zudem gibt es ein Blog, auf dem ebenfalls für das vermeintliche Hackertool, geworben wird, das eigentlich eine Schadsoftware ist.

In den letzten Jahren haben Kriminelle eine Vielzahl an Tricks und Scams entwickelt, um Kryptowährungsbesitzer um ihre Coins zu erleichtern. Kürzlich berichtete ein Kölner, wie er rund 500.000 Euro in Bitcoins durch einen Scam mit einem falschen Elon Musk verlor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Musterfeststellungsklage
Parship kann eine Kündigungswelle erwarten

Die Verbraucherzentrale ruft zur Kündigung bei Parship und zur Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage auf. Doch laut Betreiber PE Digital ist das aussichtslos.

Musterfeststellungsklage: Parship kann eine Kündigungswelle erwarten
Artikel
  1. Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
    Open Source
    "Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

    Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

  2. Entwickler gesucht: Blizzard arbeitet an einem Survivalgame
    Entwickler gesucht
    Blizzard arbeitet an einem Survivalgame

    Laut Firmenchef ist es schon spielbar: Blizzard hat ein neues Serienuniversum angekündigt - in dem es möglicherweise Fahrräder gibt.

  3. Elektro-Pick-up: Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt
    Elektro-Pick-up
    Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt

    In einem Video wird ein neuer Cybertruck-Prototyp von Tesla im Detail gezeigt. Es stammt vermutlich aus der Gigafactory in Texas.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • RX 6900XT 16 GB für 1.495€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /