SBB: Digitales Schienennetz soll Kapazität um 30 Prozent steigern

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB CFF FFS) wollen ihr Schienennetz umfassend modernisieren und erhoffen sich so eine deutliche Steigerung der Kapazität. Stolze 30 Prozent geben die SBB an(öffnet im neuen Fenster) , die durch verschiedene Techniken auf der Schiene erreicht werden sollen. Ins Detail geht das Bahnunternehmen leider nicht. Die Kapazitätssteigerung soll durch eine automatisierte Fahrplanerstellung des Bahnbetriebs und auch der Zugsteuerung ermöglicht werden. Selbst eine Fernsteuerung von Zügen ist angedacht.
Eine neue digitale Stellwerksgeneration soll ebenfalls einen Teil zur Steigerung beitragen, was gleichzeitig die Anzahl der bisher vielfältigen Sicherungssysteme reduzieren soll. Das Ziel ist neben einer Kapazitätssteigerung auch die Kostensenkung. Selbiges gilt auch für die Erhöhung der Zuverlässigkeit. Dafür soll das Swisstamp(öffnet im neuen Fenster) genannte Programm eingesetzt werden. Fahrwege werden kontinuierlich durch Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik überwacht und mit weiteren Daten verknüpft. Potenzielle Ausfälle wollen die SBB vorzeitig erkennen. Ziel ist es dabei, eine Wartung so früh wie möglich durchzuführen, um längere Ausfälle zu vermeiden. Die Infrastruktur wird also nicht auf Verschleiß hin betrieben, wie das bei anderen Bahnunternehmen oft der Fall ist.

Die SBB passen dafür auch die Trassenpreise an. Der Betrieb alter oder besonders schwerer Züge dürfte also teurer werden. Die SBB hoffen, damit die Entwicklung fahrbahnschonender Fahrzeuge voranzutreiben und so zusätzliche Ausfälle zu reduzieren.
All das soll ab 2025 zu mehr Zügen auf der vorhandenen Infrastruktur führen. Sollte es dennoch zu Störungen kommen, versprechen die SBB den Fahrgästen mehr Informationen in Echtzeit. Ausgebaut werden auch die Bahnhöfe. Rolltreppen und Fahrstühle will das Unternehmen über das Internet steuern und überwachen.



