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Saygus V2 im Hands On: Das Multi-Boot-Smartphone mit vielen Extras

CES 2015
Mit dem V2 hat Saygus ein robustes Smartphone mit großzügigen Speicheroptionen, starken Kameras und Multi-Boot-Option vorgestellt. Golem.de hat sich einen ersten Eindruck vom Geräte verschafft – die meisten Features funktionierten allerdings bei den Vorführgeräten noch nicht.
/ Tobias Költzsch
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Das V2 von Saygus (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Das V2 von Saygus Bild: Michael Wieczorek/Golem.de

Mit dem V2 – gesprochen: V squared – hat der US-Hersteller Saygus(öffnet im neuen Fenster) nach längerer Entwicklungszeit auf der CES 2015 sein neues Android-Smartphone vorgestellt. Bereits im Vorfeld der Messe hatte der Hersteller das Gerät angekündigt(öffnet im neuen Fenster) und auch schon die meisten technischen Spezifikationen bekanntgegeben. Golem.de hat sich einige Vorserienmodelle genauer angeschaut.

Saygus V2 – Hands on (CES 2015)
Saygus V2 – Hands on (CES 2015) (01:36)

Eines der Hauptmerkmale des 5-Zoll-Smartphones, dessen Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst, ist die mögliche maximale Speicherkapazität von 320 GByte – ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Möglich ist dies aufgrund eines 64 GByte großen internen Flash-Speichers und zwei Steckplätzen für Micro-SD-Karten bis jeweils maximal 128 GByte. Diese sind nach Abnehmen des wechselbaren Covers oberhalb des wechselbaren Akkus erreichbar. Im Inneren arbeitet ein Snapdragon-801-Prozessor mit einer Taktrate von 2,5 GHz.

Eine weitere Besonderheit ist der am rechten Rand angebrachte Fingerabdrucksensor. Bei Rechtshändern liegt er genau auf der Höhe des Daumens, der zum Entsperren einfach über den Sensor gestrichen werden muss. Linkshänder können alternativ den Zeige- oder Mittelfinger nehmen, was auch recht bequem ist. Wie gut der Sensor arbeitet, können wir noch nicht beurteilen; bei den Vorseriengeräten war die nötige Software noch nicht installiert.

Drahtlose Übertragung mit Wireless HD

Ebenfalls am rechten Rand eingebaut ist neben dem Einschalter, den Lautstärketasten und einem separaten Kameraauslöser der Sender für eine drahtlose Bildübertragung. Mittels Wireless HD können Inhalte über einen Dongle, der an einen Fernseher angeschlossen wird, übertragen werden. Auch dieses Feature konnte uns noch nicht gezeigt werden, da die Vorführmodelle zu spät angekommen sind. Auch einen Infrarotsender zur Steuerung elektronischer Geräte hat das V2.

Auffällig ist ein über das Display ragender Rand aus Kevlar, der den Bildschirm bei Stürzen schützen soll. Der Rahmen ist aus Metall, das V2 ist nach IP67 vor Wasser und Staub geschützt. Die Verarbeitung der Vorführmodelle war stellenweise noch etwas schlampig, bei den finalen Geräten soll sie laut Saygus deutlich besser sein.

Auf der Vorderseite des Smartphones sind zwei Lautsprecher eingebaut, die dank Optimierung durch Harman Kardon einen besseren Klang bieten sollen. Auch bei der Benutzung von Kopfhörern soll dies das Klangerlebnis verbessern.

Starke Kameras vorne und hinten

Bei den Kameras hat sich Saygus sowohl bei der Hauptkamera auf der Rückseite als auch bei der Frontkamera für Modelle mit hoher Auflösung entschieden: Die Hauptkamera hat 21 Megapixel, die Frontkamera 13 Megapixel. Eine derartig hoch auflösende vordere Kamera hat kein anderes Smartphone – abgesehen vom Oppo NB1 und vom Oppo N3, bei denen allerdings die Rückkamera nach vorne gedreht wird. Beide Kameras haben einen optischen Bildstabilisator, was bei Frontkameras bisher ebenfalls ungewöhnlich ist.

Ausgeliefert werden soll das V2 mit Android in der Version 4.4.4, der Hersteller verspricht, künftig Updates nachzuliefern. Als Oberfläche kommt eine Eigenentwicklung von Saygus zur Anwendung, die allerdings auch noch nicht auf den Vorführgeräten installiert war. Bestandteil des Systems soll auch eine Sicherheits-Software zum Schutz von Finanztransaktionen sein.

Betrieb mit mehreren Betriebssystemen möglich

Im Vorfeld der Vorstellung spekulierten einige Medien über eine Dual-Boot-Option mit Windows Phone, was recht unrealistisch klang – und es laut Saygus auch ist. Allerdings hat das V2 tatsächlich eine Multi-Boot-Option: Wer mag, kann neben der vorinstallierten Android-Version weitere Android-ROMs oder andere Betriebssysteme wie etwa Ubuntu Phone installieren und beim Start auswählen. Diese Funktion könnte das Smartphone für Flash-Fans interessant machen.

Der eingebaute Akku mit einer Nennladung von 3.100 mAh soll durch spezielle Stromsparfunktionen eine besonders lange Laufzeit haben. Nutzer können das Smartphone drahtlos laden, die verbaute Technik folgt dem Qi-Standard.

Fazit

Das Saygus V2 klingt vom Konzept her nach einem wirklich interessanten Smartphone, das sich dank der Kameras, der Speichermöglichkeiten, des Schutzes und der Multi-Boot-Option von Geräten der Konkurrenz abheben kann. Eine wirkliche Bewertung fällt uns aber schwer, da viele der Features noch nicht funktionierten – eine endgültige Bewertung kann erst nach einem genaueren Test eines finalen Modells erfolgen.

Das Design des V2 ist durchdacht, sowohl vom Aussehen her als auch von der Position der Bedienungselemente. Besonders clever finden wir den Fingerabdrucksensor an der Seite, der eine sichere Entsperrung ermöglicht, ohne dass die Hand unnatürlich bewegt werden muss. Beim Prozessor setzt Saygus auf ein bewährtes leistungsfähiges Modell, das für eine ruckelfreie Darstellung sorgen dürfte.

Saygus will noch im Januar 2015 weltweit mit dem Vorverkauf starten, auch in Deutschland soll das Gerät verkauft werden. Die Auslieferung soll in den kommenden Monaten erfolgen, noch innerhalb des ersten Halbjahres 2015. Einen Preis konnte uns der Hersteller noch nicht nennen, er soll aber etwas unterhalb den Preisen der Top-Smartphones der Konkurrenz liegen.


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