Saygus-Smartphone: Chef des Unternehmens wegen Wertpapierbetrugs angeklagt

Der Chef von Saygus soll Gelder von Investoren in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, anstatt in das Smartphone zu investieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Saygus V2 sollte eigentlich im Jahr 2015 auf den Markt kommen.
Das Saygus V2 sollte eigentlich im Jahr 2015 auf den Markt kommen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Chad Leon Sayers, CEO des Startups Saygus, muss sich wohl bald vor Gericht für seine Taten verantworten. Die US-Staatsanwaltschaft wirft ihm Wertpapierbetrug vor. Er soll etliche Investoren getäuscht haben. Statt Geldzahlungen in das Unternehmen zu investieren, hat er die Zahlungen für eigene Zwecke benutzt, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, berichtet The Verge.

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Sayers soll etwa 300 Investoren überzeugt haben, insgesamt 10 Millionen US-Dollar in Saygus zu investieren, so die US-Staatsanwaltschaft. Er versprach ihnen, damit ein neuartiges und besonderes Smartphone zu bauen und lockte Anleger mit einem "bevorstehenden Milliardenerfolg", heißt es in der Anklageschrift.

Das Unternehmen Saygus hatte vor sechs Jahren auf der CES 2015 in Las Vegas mit dem Saygus V2 ein Multi-Boot-Smartphone vorgestellt, das niemals auf den Markt gekommen ist. Golem.de konnte es seinerzeit ausprobieren, aber die meisten Besonderheiten waren nicht nutzbar. Eigentlich sollte das Smartphone im Jahr 2015 auf den Markt kommen - daraus wurde aber nie etwas.

Das Saygus V2 kam nie auf den Markt

Wenn die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft korrekt sind, dürfte einer der Gründe für das Nicht-Erscheinen des Smartphones sein, dass der Chef Investorengelder veruntreut hat. Etliche Anleger haben in das Unternehmen investiert und wollten damit den Bau des Smartphones ermöglichen. Aber laut Anklageschrift ist das Geld nicht im Unternehmen verwendet worden.

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Sayers soll 2,17 Millionen US-Dollar des eingeworbenen Geldes für Büromieten ausgegeben haben. Weitere 800.000 US-Dollar gingen für die Begleichung verschiedener Rechtsstreitigkeiten drauf. Zudem kamen Ausgaben von 500.000 US-Dollar für Anwaltskosten dazu. Er soll außerdem 145.000 US-Dollar für Privatangelegenheiten wie Einkäufe verwendet haben. Weitere 30.000 US-Dollar soll er direkt auf seine private Kreditkarte hinterlegt haben.

Sayers soll immer wieder neue Investoren gewonnen haben. Wenn diese dann Geld gezahlt haben, wurden damit Verbindlichkeiten älterer Anleger bezahlt. Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft begann Sayers im Jahr 2006 mit der Einwerbung von Geldern und nutzte E-Mails, soziale Medien sowie Investoren-Newsletter, um Menschen davon zu überzeugen, in das Unternehmen zu investieren.

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forenuser 23. Aug 2021

Aber auch Xiaomi baut nur "normale" Android-Mob.-Tel. und keine "Multiboot" Nischengeräte.

M.P. 23. Aug 2021

"Securities" https://www.investopedia.com/terms/s/security.asp Auch Anleihen würden also...

ApfelTasche 23. Aug 2021

Ob mit oder ohne Prosa bei den Überweisungen, da nennt man Diebstahl.



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