Saudi Aramco: Hacktivisten greifen Erdölkonzern erfolgreich mit Malware an

Cutting Sword of Justice will mit einem Virus die Mehrheit der Rechner der Erdölfördergesellschaft Saudi Aramco lahmgelegt haben. Das Unternehmen bestätigte eine Malware-Infektion auf seinen Workstations.

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Saudi-Aramco-Chef Khalid al-Falih
Saudi-Aramco-Chef Khalid al-Falih (Bild: Fahad Shadeed/Reuters)

Die Hacktivisten der Gruppe Cutting Sword of Justice haben Saudi Aramco, die größte Erdölfördergesellschaft der Welt, mit Malware angegriffen, um gegen "repressive Maßnahmen" der Regierung Saudi-Arabiens zu protestieren.

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Die Gruppe erklärte, sie habe einen Virus in das Netzwerk des staatlichen Unternehmens eingeschleust. Dadurch seien 30.000 Computer - zwei Drittel der Rechner in dem Konzern - unbenutzbar geworden, behauptete Cutting Sword of Justice.

Auf seiner Facebook-Seite erklärte Saudi Aramco, dass es am 15. August 2012 eine Virusinfektion auf den Workstations des Unternehmens gegeben habe, was eine "plötzliche Unterbrechung" eines "Teils des Netzwerkes" bewirkt habe. Die Kernkomponenten des Netzwerks des Konzerns seien jedoch nicht betroffen. Die Produktionsfähigkeit des Konzerns sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen. "Saudi Aramcos IT-Experten erwarten in Kürze die Wiederaufnahme des normalen Betriebs des Netzes."

Laut der Stellungnahme von Cutting Sword of Justice macht die Gruppe das Regime in Saudi-Arabien für die Unterstützung von Verbrechen in Syrien, Bahrain, Jemen, Libanon und Ägypten verantwortlich, die mit den Einnahmen aus dem Öl, der wichtigsten Finanzquelle der Regierung, finanziert würden. "Wir laden alle Hacker, die weltweit gegen Tyrannei aktiv sind, dazu ein, mit uns zusammenzuarbeiten."

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Am kommenden Samstag sei ein weiterer Angriff auf das Unternehmen geplant, erklärten die Hacktivisten. Damit soll bewiesen werden, dass Cutting Sword of Justice bei seinem ersten Angriff auf Saudi Aramco keine Hilfe von einem Insider hatte.

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