Für Lithium bitte anstellen

Aktuell betreibt Vulcan Energie das Geothermie-Kraftwerk in Insheim mit der Pilotanlage. Zum Produktionsstart in wenigen Jahren sollen es fünf Geothermie-Standorte sein. Dazu wird das Geothermie-Kraftwerk im benachbarten Landau gehören. Ein Vertrag mit dem Betreiber zur Lithiumgewinnung ist bereits geschlossen.

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Nach den anderen Standorten wird noch gesucht. Dazu will das Unternehmen in den kommenden Monaten 3D-seismische Messungen vornehmen. "Wir haben Lizenzen zur Aufsuchung von Geothermie, Erdwärme und Lithium in mehreren Gebieten mit zusammen über 1.000 Quadratkilometern im Oberrheingraben", sagt Kreuter. Dazu gehört in Baden-Württemberg die Ortenau, zwischen dem Flughafen Karlsruhe-Baden und Offenburg, oder das Gebiet von Mannheim bis zur hessischen Grenze.

2025 sollen alle fünf im Einsatz sein, ebenso die DLE-Anlagen - die Abkürzung für direkte Lithium Extraktion -, die das Lithiumchlorid erzeugen. Möglich ist, dass nicht unbedingt jeder Geothermie-Standort eine eigene DLE-Anlage bekommt, sondern dass eine Anlage von mehreren nahe beieinander liegende Förderstätten versorgt wird.

Lithiumchlorid wird nach Höchst transportiert

Einen längeren Weg gibt es nur zur Elektrolyse-Anlage in Höchst. Der Transport soll mit möglichst wenig Emissionen erfolgen, möglicherweise mit elektrischen Lkw oder per Schiff über den Rhein.

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30 bis 50 Jahre lang könne, so schätzen Vulcan und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Lithium gefördert werden, ohne dass der Gehalt merklich sinkt. Die Gehalte nehmen nicht ab, denn es fließt lithiumhaltiges Wasser zu den Bohrstätten nach, vor allem von unten.

Das konnte an der Anlage ins Insheim anhand von Temperaturmessungen nachgewiesen werden: Die Temperatur des geförderten Thermalwassers nahm nach Beginn der Förderung um wenige Grad zu, was durch aus größerer Tiefe aufsteigendes heißeres Wasser erklärt werden kann. Nachdem das ohne Lithium ins Reservoir zurückgeführte Thermalwasser sich wieder aufgeheizt hat, kann es wieder Lithium aus den Mineralen des Grundgebirges lösen. Heißeres Wasser löst Lithium besser aus dem Gestein, wie Laborversuche gezeigt haben.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Lithium für eine Million Akkus

"Aus den fünf Projekten können wir nach unserer Planung 40.000 Tonnen Lithiumhydroxid erzeugen", sagte Kreuter. "Das reicht für ungefähr eine Million Pkw-Akkus."

Über den Absatz muss er sich keine Sorgen machen: Der belgische Kathoden-Hersteller Umicore und der südkoreanische Akku-Hersteller LG Energy Solutions haben sich bereits Lithium aus Süddeutschland gesichert, ebenso die Automobilkonzerne Stellantis, Renault und Volkswagen.

"Wir haben die ersten fünf Jahre unserer Produktion schon verkauft", sagt Kreuter. Weitere Interessenten "haben wir auf die Jahre nach 2030 vertrösten müssen."

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 Was für die Lithium-Gewinnung zählt
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Silvian89 29. Apr 2022 / Themenstart

Hier werden 2 absolut unterschiedliche systeme vermischt. In landau wurde das Hot Dry...

peter.peter 28. Apr 2022 / Themenstart

Steht im Artikel. "Mit Hilfe der Wärme soll im Sommer "Kälte erzeugt" werden

MrTridac 27. Apr 2022 / Themenstart

So gerechnet stimme ich zu. Ich hab die Zahl halt eher im Bezug zur Gesamtfördermenge...

Cbk 27. Apr 2022 / Themenstart

Da spart man dann CO2 auf dem Weg zur Arbeit ein und fährt später mit dem 3 Tonnen...

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