• IT-Karriere:
  • Services:

Satya Nadella: Microsoft sieht die Zukunft von Rechenzentren am Meeresgrund

Serverkapseln am Grunde des Ozeans: Microsoft sieht in Unterwasserrechenzentren sehr viel Potenzial. CEO Satya Nadella sieht dort sogar die Zukunft für die Cloud. Das habe viele Vorteile und spare Geld.

Artikel veröffentlicht am ,
Server werden in wasserdichten Kapseln abgesenkt.
Server werden in wasserdichten Kapseln abgesenkt. (Bild: Microsoft)

Microsoft-Chef Satya Nadella hat sich auf der Konferenz Future Decoded in London zur Zukunft der Unternehmensserver geäußert, berichtet das IT-Magazin Ars Technica: Es sei sinnvoll, Microsoft-Rechenzentren auf dem Grund der Ozeane aufzubauen. Die Cloud gehe unter Wasser, sagt Nadella auf der Keynote. Wie sich Microsoft das vorstellt, zeigt das Projekt Natick, welches das Unternehmen bereits testet. Dabei wird eine Unterwasserkapsel, in der sich ein Server befindet, ins Meer abgetaucht, Das bisherige Rechenzentrum besteht aus 864 Servern mit 27,6 PByte an Kapazität. Verbunden wird das System mit einem Unterwasserkabel.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Norddeutschland
  2. über duerenhoff GmbH, Eschborn

Das Wasser kann der Server als natürliches Kühlsystem verwenden, was Energiekosten spart. Außerdem ist dadurch eine Nähe zu besiedelten Gegenden gegeben. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebe in einem Umkreis von 193 Kilometern zur Küste, heißt es. Dadurch seien relativ geringe Latenzzeiten zwischen dem Server und Usern gegeben. Das sei gerade für Streamingdienste sinnvoll, die von geringen Latenzen profitieren, etwa Game-Streaming wie Xcloud, das im Herbst 2018 vorgestellt wurde.

Ersparnisse scheinen sich zu rechnen

Nadella nannte als Vorteil auch die Baugeschwindigkeit, mit der Unterwasserpods fertiggestellt werden: Nur 90 Tage dauere die Montage, da kein Gebäude für die Server errichtet werden müsse. Sicherlich ist auch ein Vorteil, dass Microsoft sich nicht um die Kosten für das Grundstück sorgen braucht, ebenso wenig wie um die Kosten für eine Klimaanlage.

Ein offensichtlicher Nachteil besteht darin, dass zum Warten eines Servers entweder Systemadministratoren zu den Kapseln hinuntertauchen oder diese einzeln gehoben werden müssen. Die Kosten dafür sind sicherlich sehr hoch, rechtfertigen aber anscheinend die Einsparungen, die Microsoft an anderer Stelle macht. Ansonsten würde Satya Nadella diese Aussage nicht treffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Glennmorangy 15. Nov 2018

Apple hatte ich auch schon mal. Einmal und nie wieder, es sei denn sie erfahren...

Eheran 06. Nov 2018

Ja, stimmt. Du darfst aber nicht vergessen, dass das nur die Wärmestrahlung beachtet...

derdiedas 04. Nov 2018

Grundstücke kosten Geld (Anschaffung, Grundsteuer, Bewachung etc.) - Platz im Meer ist...

dasa 04. Nov 2018

Deshalb ist diese These mit "eher" abgeschwächt und Datenschutz ist als Beispiel...

Fotobar 04. Nov 2018

+1


Folgen Sie uns
       


Mercedes EQV Probe gefahren

Trotz hohem Stromverbrauch kommt man mit dem EQV gut durch die Republik.

Mercedes EQV Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /