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Satya Nadella empfiehlt: Unternehmen sollen Kontrolle über ihre Daten behalten

Unternehmen, die sich beim Training von KI-Modellen allein auf deren Anbieter verlassen, werden laut dem Microsoft-CEO nicht überleben.
/ Mike Faust
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Der Microsoft-CEO Satya Nadella warnt Unternehmen vor der Herausgabe ihrer Daten an KI-Labore. (Bild: George Chan/Getty Images)
Der Microsoft-CEO Satya Nadella warnt Unternehmen vor der Herausgabe ihrer Daten an KI-Labore. Bild: George Chan/Getty Images

Microsoft-CEO Satya Nadella warnt Unternehmen davor, sich beim Training von KI-Modellen mit ihren Unternehmensdaten auf den jeweiligen Anbieter zu verlassen. Wie Nadella im CNN-Podcast Fareed Zakaria GPS(öffnet im neuen Fenster) erklärte, sollten Firmen die Daten, die für die Gewichtung eines Modells verwendet werden, stattdessen selbst speichern oder ein eigenes offenes Modell damit trainieren.

"Jedes Unternehmen, das diese Kontrolle nicht hat, wird meiner Ansicht nach nicht überleben, da es sein Denkvermögen im Grunde ausgelagert hat", sagte der Manager. Das betreffe alle Unternehmensinterna, von den Daten bis hin zu den Eingabeaufforderungen der Angestellten. Insbesondere die integrierten Coding-Tools wie Claude Code von Anthropic oder ChatGPT Codex von OpenAI sollten laut dem Microsoft-CEO gemieden werden.

Würden die kontrollierende Software-Infrastruktur und Laufzeitumgebung um ein Sprachmodell herum (Harness) sowie der Kontext und der Speicher vom KI-Modell getrennt, "kann man durchaus mehrere Modelle für ihre jeweiligen Stärken nutzen", so Nadella. "Gleichzeitig kann jedes einzelne Modell wegfallen, und man behält trotzdem die Kontrolle über die eigene Zukunft."

Privatpersonen sollen Daten weiter preisgeben

Microsoft ist selbst Investor bei den größten KI-Laboren Anthropic und OpenAI. Das Cloudgeschäft des Konzerns bietet aber mittlerweile auch die Art von Infrastruktur an, die Unternehmen für die Umsetzung von Nadellas Empfehlungen benötigen.

Der Microsoft-Chef trifft aber dennoch einen wichtigen Punkt. Werden Unternehmensdaten für das Training von Sprachmodellen an KI-Labore ausgelagert, besteht nicht nur das Risiko, dass die Hoheit über die eigenen Daten verlorengeht. Sie könnten auch dazu verwendet werden, einen ähnlichen, komplett KI-gestützten Service zu entwickeln, der als Konkurrent auftritt.

Auf die Frage, wie sich Privatpersonen vor der Verwendung ihrer Daten schützen könnten, sagte Nadella: "Bis zu einem gewissen Grad muss es im Verbraucherbereich einen Wertausgleich geben, bei dem man etwas kostenlos erhält, beispielsweise für seine Daten. So funktioniert im Prinzip auch das Geschäftsmodell der Werbung."


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