Abo
  • Services:

Satoshi Nakamoto: Wikileaks sollte auf Bitcoin verzichten

In einer Fragerunde auf Reddit und in seinem neuen Buch berichtet Julian Assange, dass der geheimnisvolle Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto gebeten habe, Bitcoin zunächst nicht als Zahlungsmittel für Wikileaks zu verwenden. So habe die noch junge Kryptowährung geschützt werden sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto hat Wikileaks zunächst gebeten, keine Spenden mit Bitcoin zu akzeptieren.
Der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto hat Wikileaks zunächst gebeten, keine Spenden mit Bitcoin zu akzeptieren. (Bild: Stephane de Sakutin/AFP/Getty Images)

Weil Wikileaks nach und nach von Zahlungsdienstleistern wie Paypal, Visa und Mastercard boykottiert worden ist, hat Julian Assange, der Gründer der Whistleblower-Plattform, erwogen, Bitcoin als Zahlungsmittel einzusetzen. Wikileaks sei jedoch von dem unbekannten Erfinder der virtuellen Währung gebeten worden, auf Bitcoin zu verzichten. Denn Satoshi Nakamoto habe gefürchtet, die noch junge Kryptowährung könnte dadurch gefährdet werden.

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. inovex GmbH, Karlsruhe, Köln

Nach der Veröffentlichung tausender diplomatischer Depeschen im Herbst 2010 hatten mehrere Banken und Kreditinstitute aufgehört, Spenden an die Whistleblower-Plattform abzuwickeln. Wikileaks drohte die Pleite. Deshalb schlug ein Mitglied des Bitcoin-Forums vor, bei Wikileaks die Zahlungen mit Bitcoin zu ermöglichen. Die virtuelle Währung war Anfang 2009 von Satoshi Nakamoto und anderen Entwicklern präsentiert worden und war als Währung mit einer kleinen Community noch weitgehend unbekannt.

Angst vor dem Wespennest

Nakamoto habe den Fortbestand der Kryptowährung gefährdet gesehen, wenn sie mit Wikileaks in Verbindung gebracht worden wäre. Das behauptet zumindest Julian Assange in seinem neuen Buch und in Ausführungen bei Reddit. Nakamoto habe befürchtet, Regierungen und Behörden könnten gegen Bitcoin vorgehen. "Das Projekt sollte langsam wachsen, damit auch die dazugehörige Software mitreifen kann", schreibt Nakamoto in einem seiner letzten Beiträge im Forum. "Daher appelliere ich an Wikileaks, Bitcoin nicht einzusetzen."

Bitcoin sei noch eine kleine Gemeinschaft, und Wikileaks nähme ohnehin nicht mehr als ein Taschengeld damit ein. Die Aufruhr, die damit verursacht würde, könnte Bitcoin zerstören, schreibt Nakamoto weiter. Es wäre gut, Bitcoin würde Aufmerksamkeit in einem anderen Kontext erhalten. Wikileaks habe in ein Wespennest gestochen und der Wespenschwarm würde jetzt auf Bitcoin zufliegen, schreibt er in einem letzten Posting. Sechs Tage später verschwand Nakamoto aus dem Forum und hat sich seitdem nur noch selten gemeldet, erstmals, nachdem er im März 2014 angeblich enttarnt worden sein soll.

Wikileaks verzichtete tatsächlich auf Spenden über Bitcoin, bis die Kryptowährung Mitte Juni 2011 einen ersten großen Aufschwung erlebte. Seitdem hat die Whistleblower-Plattform etwa 4.000 Bitcoin erhalten, beim gegenwärtigen Wechselkurs sind das ungefähr 1,4 Millionen Euro.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. ab 349€
  3. 88,94€ + Versand

neocron 19. Sep 2014

nein, soweit ich das sehe ist es keine, solange kein land es als geltendes...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

    •  /