Satis Smart Toilet: Toilettenschüssel gehackt

Das Internet der Dinge eröffnet auch ungeahnte Möglichkeiten für Bösewichte, die die Geräte hacken können, wenn sie Sicherheitslücken aufweisen. Jetzt hat es einen Hersteller von Toilettenschüsseln erwischt.

Artikel veröffentlicht am ,
Satis
Satis (Bild: Lixil)

Die Toilettenschüssel Satis der Firma Lixil kann über eine Android-App kontrolliert werden. Die Sicherheitsfirma Trustwave Holdings hat nach dem Dekompilieren des Codes nun entdeckt, dass eine Sicherheitslücke auch den Zugriff für jedermann erlaubt.

  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
  • Die App für die Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
Die App für die Satis Smart Toilet (Bild: Satis)
Stellenmarkt
  1. Manufacturing Digitalization Expert (m/f/d)
    Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG, Kleinostheim
  2. Senior Mobile Developer (m/f/d)
    IDnow GmbH, Düsseldorf, deutschlandweit (Home-Office)
Detailsuche

Der Hersteller hat demnach den Fehler gemacht, die Bluetooth-PIN in der Android-App hart zu kodieren. So kann jeder, der sich die App "My Satis" herunterlädt und "0000" eingibt, eine Toilette des Herstellers kontrollieren. In der App befinden sich laut Trustwave folgende Zeilen:

BluetoothDevice localBluetoothDevice =
BluetoothManager.getInstance().execPairing(paramString, "0000")

Viel Schaden lässt sich allerdings nicht anrichten: Mit der Fernbedienung lässt sich die Toilette spülen, der Deckel öffnen und schließen, das Bidet aktivieren oder der Duftsprüher einschalten. Auf Dauer könnte das Betätigen dieser Funktionen die Strom- und Wasser-Rechnung in die Höhe treiben, mahnt Trustwave.

Golem Akademie
  1. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  2. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  3. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
Weitere IT-Trainings

Die Toilette Satis wird von Lixil hergestellt. Die japanische Firma verkauft die Schüssel je nach Ausstattung für 4.200 bis 5.700 US-Dollar. Wer will, kann Funktionen wie eine Beleuchtung, eine Musikanlage und automatische Reinigungsdüsen für die Toilette ordern.

Zu dem möglichen Hack muss allerdings gesagt werden, dass die Toilette nicht ans Internet angeschlossen ist. Ein Angreifer müsste daher in Reichweite des Bluetooth-Empfängers sein, um die automatischen Schüsselfunktionen auszulösen. Bei rund 30 Metern dürfte der Personenkreis stark eingeschränkt sein.

Nach Angaben von Trustwave hat sich der Hersteller der smarten Toilettenschüssel trotz rechtzeitigem Hinweis bislang noch nicht gemeldet oder die Sicherheitslücke geschlossen. Das könnte womöglich mit einem Firmware-Update realisierbar sein, sofern die Technik das erlaubt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


olleIcke 09. Aug 2013

Achievement Unlocked! Shit 1 pound 5 days in a row! aber Moment mal: Mit Linux wäre das...

saturnv 08. Aug 2013

Es gibt doch bei uns schon sowas: www.aqwell.ch

zwangsregistrie... 06. Aug 2013

+1 ein Klassiker!

LadyDie 06. Aug 2013

Die Betonung lag auf "vernünftiger Relation". Beim Rasierer, Fön, oder Zahnbürste ist es...

Zottaler 06. Aug 2013

Vom Produkt her totaler Quatsch - warum sollte ich mit meinem Handy spülen wollen? Aber...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. 600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
    600 Millionen Euro
    Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

    Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

  2. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  3. Jelly Scrolling: iPad mini 6 mit Wackelpudding-Scrolling
    Jelly Scrolling
    iPad mini 6 mit Wackelpudding-Scrolling

    Das neue iPad Mini 6 macht bei einigen Anwendern sichtbare Probleme. Beim Scrollen hinkt eine Bildschirmhälfte hinterher.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /