Satellitensystem: Gopros Karma-Drohnen weltweit am Boden

Die Drohne Gopro Karma erkennt seit Jahresbeginn kein Satellitensignal mehr und hebt nicht ab. Der Grund könnte eine Änderung bei GPS und Glonass sein.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Gopro Karma
Gopro Karma (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Seit Anfang 2020 können Karma-Drohnen von Gopro oft nicht mehr abheben. Das belegen viele Forumspostings beim Hersteller. Gopro versprach mittlerweile per Twitter, sich dem Problem zu widmen.

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Das genaue Problem nannte Gopro nicht, viele Nutzer vermuten jedoch einen Zusammenhang mit einem Rollover eines Satellitensystems. Die Karma nutzt GPS und Glonass.

Während das GPS-System seinen sogenannten Uhren-Rollover schon Anfang April 2019 hatte, fand der Rollover von Glonass zum Jahreswechsel statt.

Der Rollover beim US-GPS-System ist wegen der Wochenzählung nötig. Weil dieser Zeitstempel bisher in einer 10-Bit-Variablen gespeichert wird, müssen die Satelliten den Wert nach 1.023 Wochen auf null zurückstellen. Das geschah zuletzt im April 2019 und kann also nicht das Problem für die Karma-Drohnen sein.

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Das russische Glonass hat ein ähnliches Problem mit dem Zählen von Tagen und wurde zum Jahreswechsel zurückgesetzt. Es verwendet nicht die Wochennummer wie GPS, sondern eine Tagesnummer. Das System wurde bisher alle vier Jahre zurückgesetzt. Wie beim GPS-System wurde bei Glonass eine Änderung vorgenommen, damit die Reset-Zyklen länger werden. Das ist offenbar der Karma nicht bekommen.

Die erste war unterdessen auch die letzte Drohne des Unternehmens. Gopro musste einen vollständigen Rückruf durchführen, nachdem immer mehr Berichte erschienen waren, denen zufolge die Fluggeräte ohne ersichtlichen Grund abgestürzt waren. Gopro reparierte die Geräte, stieg im Januar 2018 aber aus dem Geschäft mit Drohnen aus. Im Januar 2018 wurde zum letzten Mal ein Update für die Karma vorgestellt. Das Unternehmen versprach, weiter Support zu leisten, bis wann wurde nie konkret gesagt.

Ein Gopro-Sprecher teilte The Verge mit, dass das Ingenieurteam des Unternehmens das aktuelle Problem beheben wolle.

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