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Satellitennetzwerk: Amazon übernimmt Globalstar für 11,6 Milliarden US-Dollar

Amazon will sein eigenes Leo-Satellitennetzwerk durch den Zukauf von Globalstar mit D2D ausstatten. Mit Apple hat Amazon einen Versorgungsvertrag machen müssen.
/ Achim Sawall
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Apples SOS-SMS per Leo-Netzwerk (Bild: Apple)
Apples SOS-SMS per Leo-Netzwerk Bild: Apple

Amazon kauft den Leo-Satellitennetzbetreiber Globalstar. Das gab Amazon am 14. April 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Fusion hat ein Volumen von 11,57 Milliarden US-Dollar. Globalstar hat einen aktuellen Börsenwert von rund 9 Milliarden US-Dollar. Globalstar, mit Sitz in Covington im US-Bundesstaat Louisiana, betreibt Satelliten in der erdnahen Leo-Umlaufbahn und wird stark von Apple finanziert.

Amazon bekommt so ein Leo-D2D-System, das "Sprach-, SMS- und Datendienste für Kunden außerhalb der Reichweite terrestrischer Mobilfunknetze bereitstellt", erklärte Amazon.

Amazon wolle mit der Übernahme sein eigenes Netzwerk Amazon Leo um Direct-to-Device-Dienste (D2D) erweitern. Bedeutend dafür sind laut Amazon "Globalstar-Satelliten, Funkfrequenzspektrum und operative Expertise" von Globalstar.

Die Übernahme von Globalstar war für Amazon nicht ohne eine Einigung mit Apple möglich: Amazon und Apple hätten eine Vereinbarung getroffen, wonach Amazon weiterhin Leo-Satellitendienste für unterstützte iPhone- und Apple-Watch-Modelle bereitstellen werde, erklärte Amazon.

Apple investierte Milliarden in Globalstar

Ende 2024 hatte Globalstar angekündigt, mit Apples Unterstützung in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar Satelliten um eine neue Konstellation zu erweitern. Globalstar wollte die C3-Konstellation aus 48 erdnahen Satelliten starten, um sein Direct-to-Device zu erweitern. Apple gab bereits zuvor Hunderte Millionen US-Dollar für Globalstar-Dienste aus, um die Einführung der iPhone-Notfall-SMS- und iMessage-Funktion im Jahr 2022 zu ermöglichen. Im März 2023 investierte das Unternehmen weitere 252 Millionen US-Dollar in Globalstar.

Aktionäre von Globalstar, die zusammen etwa 58 Prozent der Stimmrechte halten, haben der Transaktion zugestimmt. Der Abschluss wird vorbehaltlich der Erfüllung bestimmter Abschlussbedingungen, einschließlich behördlicher Genehmigungen, für das Jahr 2027 erwartet, erklärte Amazon.

Amazon Leo bietet Onboard-Internet

Amazon Leo hatte kurz zuvor ein Konkurrenzprodukt zu Starlinks Onboard-Internet angekündigt und präsentierte die Leo Aviation Antenna für die Außenmontage am Flugzeug. Amazon wirbt mit einer Installation innerhalb eines Tages, während SpaceX angibt, dass sein Aero Terminal Installationen mit Ausfallzeiten von 10 bis 14 Tagen ermöglicht.

Tests des vergangenen Jahres in einem United-Jet ergaben Starlink-Datenraten von fast 100 MBit/s. Amazons Antenne verspricht bis zu 1 GBit/s und Uploads von bis zu 400 MBit/s. Die Bandbreite wird jedoch von allen Passagieren geteilt. Amazon plant den offiziellen Start des Leo-Dienstes Mitte 2026, wenn voraussichtlich rund 700 Satelliten im Orbit sein werden.


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