Abo
  • Services:

Mit Galileo lässt sich der Standort sehr genau bestimmen

Denn um Galileo überhaupt nutzen zu können, sind Empfänger nötig, die dafür ausgestattet sind. Und die gibt es derzeit nicht für den Massenmarkt. Vorhandene Smartphones oder Navigationsgeräte für das Auto oder unterwegs können nicht einfach die Galileo-Signale nutzen. Dafür bedarf es eines neuen Chips.

Stellenmarkt
  1. Bayerisches Landesamt für Steuern, Nürnberg, München
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Laut Esa und der Europäischen GNSS-Agentur (GSA) haben die Hersteller durchaus Interesse, solche Chips zu bauen. Galileo werde mit der Zeit ebenso integriert werden wie das russische Glonass oder das chinesische Beidou: So empfängt das iPhone Glonass, das Redmi Note 2 von Xiaomi zusätzlich auch Beidou.

Mehr Satelliten orten schneller

Vorteil für die Nutzer ist: Wenn der Empfänger mehr Satelliten im Blick hat, geht die Signalakquise der vier benötigen Satelliten schneller und damit auch die Positionsbestimmung. In Straßenschluchten etwa, wo der Empfang schlecht ist, sind mehr Satelliten am Himmel hilfreich. Dann wird die Ortung genauer.

Die Galileo-Satelliten senden auf zwei Frequenzen. Mit einem Empfangsgerät, das eine Frequenz empfängt, ist eine Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von 10 bis 15 Metern möglich - das entspricht in etwa dem, was auch GPS leistet. Ein Zwei-Frequenz-Empfänger hingegen schafft 4 bis 8 Meter. Die ersten GPS-Satelliten sendeten ihr ziviles Signal nur auf einer Frequenz. Sie werden aber durch neuere ausgetauscht, die auf mehreren Frequenzen abstrahlen.

Ein Zwei-Frequenz-Empfänger ist sehr genau

Das verlangen die Anforderungen der Esa. In der Realität sei Galileo jedoch noch deutlich exakter, sagt Kleeßen: Laut Messungen der Esa kann mit einem Zwei-Frequenz-Empfänger der Standort bis auf 1 oder 2 Meter bestimmt werden - mit Einschränkungen. Da sich die Satelliten ständig bewegen, kann die Genauigkeit schwanken. Aber sie wird auch nicht schlechter als 4 bis 8 Meter.

Da die Galileo-Satelliten auf mehreren Frequenzen senden, ist das Signal weniger anfällig gegen Störungen als das Signal der GPS-Satelliten. Allerdings auch nicht unempfindlich: Wer Galileo stören wolle, könne das auch, sagt Kleeßen. Nur sei der Aufwand eben größer.

Mehr Schutz vor Störungen bietet eine Verschlüsselung des Signals, die in einem der Dienste von Galileo implementiert ist.

 Satellitennavigationssystem: Galileo ist auf dem Weg der BesserungGalileo bietet mehrere Dienste 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (nur für Prime-Mitglieder)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

WhyLee 07. Okt 2015

die wahnsinnige eile ist jetzt auch nicht angebracht, nachdem man prizipiell gut versorgt...

WhyLee 07. Okt 2015

freizuschalten ist vermutlich das falsche wort. es wird vermutlich die komplette...

LASERwalker 27. Sep 2015

Nein, alle GPS Satelliten senden auf der gleichen Frequenz. Die Trennung der Signale wird...

LASERwalker 27. Sep 2015

Für Echtzeit-DGPS müssen Referenzdaten empfangen werden (brauch Internet), im Chip...

LASERwalker 26. Sep 2015

Nein, der Almanach wird für die Positionsbestimmung nicht benötigt. Jeder Satellit sendet...


Folgen Sie uns
       


Samsung Flip - Test

Das Samsung Flip ist ein Smartboard, das auf eingängige Weise Präsentationen oder Meetings im Konferenzraum ermöglicht. Auf dem 55 Zoll großen Bildschirm lässt es sich schreiben oder zeichnen - doch erst, wenn wir ein externes Gerät daran anschließen, entfaltet es sein komplettes Potenzial.

Samsung Flip - Test Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /