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Satellitennavigationssystem: Esa komplettiert Galileo

Mit 26 Satelliten um die Welt: Die Esa schießt am 25. Juli vier weitere Satelliten für Galileo in den Orbit. Damit ist die Konstellation groß genug, um mit dem europäischen Satellitennavigationssystem allein auf der ganzen Welt zu navigieren.

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Galileo-Konstellation: Die nächsten Satelliten fliegen mit der Ariane 6.
Galileo-Konstellation: Die nächsten Satelliten fliegen mit der Ariane 6. (Bild: Esa)

Navigieren nur noch mit dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo - das wird in wenigen Monaten möglich sein. Die europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) schießt am Mittwoch, dem 25. Juli 2018, vier weitere Satelliten in die Umlaufbahn. Wenn sie in Betrieb genommen werden, ist Galileo voll einsatzfähig.

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Um 8:25 Uhr Ortszeit (13:25 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) sollen die Satelliten an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete vom Startplatz Kourou im französischen Übersee-Département Französisch-Guayana aus abheben. Nach etwa vier Stunden Flugzeit sollen die Satelliten, die die Namen Tara, Samuel, Anna und Ellen tragen, in einer Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 23.200 Kilometern ausgesetzt werden.

Anfang kommenden Jahres sollen die Satelliten in den Regelbetrieb gehen. Dann besteht die Galileo-Konstellation aus 26 Satelliten. "Die Konstellation ist damit nahezu vollständig und kann jetzt eine fast globale Abdeckung mit Galileo-Signalen gewährleisten", sagt René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.

Die ersten Dienste des europäischen Satellitennavigationssystems wurden am 15.Dezember 2016 freigeschaltet. Bisher reicht die Abdeckung aber nicht aus, um ausschließlich mit Galileo zu navigieren. Es kann nur in Kombination mit einem der anderen Navigationssysteme - dem US-System GPS, dem russischen Glonass oder dem chinesischen Beidou - genutzt werden. Tara, Samuel, Anna und Ellen werden die Lücken schließen, so dass es möglich ist, überall auf der Erde ausschließlich mit Galileo zu navigieren.

Galileo bietet vier Dienste, die für verschiedene Zielgruppen vorgesehen sind. Der wichtigste ist der offene Dienst (Open Service, OS). Das Signal wird auf zwei Frequenzen ausgestrahlt und ermöglicht eine Positionsbestimmung, die bis auf ein bis zwei Meter genau ist. Der kostenpflichtige kommerzielle Dienst (Commercial Service, CS) ortet mit einer Genauigkeit von unter einem Meter. Er ist für geschäftliche Anwendungen gedacht, wie etwa die vernetzte Landwirtschaft, für die Logistikbranche oder für autonomes Fahren.

Hinzu kommen der verschlüsselte regulierte Dienst (Public Regulated Service, PRS) sowie der Such- und Rettungsdienst (Galileo Search and Rescue Service). Der PRS ist für Nutzer mit hoheitlichen Aufgaben gedacht, etwa die Polizei, die Feuerwehr oder den Katastrophenschutz. Der Galileo Search and Rescue Service wird in das Such- und Rettungssystem Cospas-Sarsat integriert.

Tara, Samuel, Anna und Ellen sind die letzten vier Galileo-Satelliten, die von der Ariane 5 ins All gebracht werden. Die nächsten Satelliten für das Navigationssystem werden frühestens Ende 2020 in den Orbit geschossen. Den Transport wird dann die Ariane 6 übernehmen.



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Tantalus 27. Jul 2018

Das US-System heisst offiziell Navstar GPS. Gruß Tantalus

corpid 26. Jul 2018

Hab mir erst das Motorola Z3 Play gekauft - da hatte ich wohl Pech :)

rizzorat 26. Jul 2018

Ich hab die ersten 4 Jahre meines Berufslebens damit verbracht die Dinger bei OHB mit zu...

bobb 25. Jul 2018

die formulierung ist wirklich sehr unglücklich gewählt, ich habe es auch so aufgefasst...

Eheran 25. Jul 2018

uBlox muss ich sowieso mal testen. Ich habe die Schnauze voll von MediaTek GPS...


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