Satellitennavigation: Neuer Broadcom-Chip macht Ortung per Mobilgerät viel genauer

Die Navigation per Mobilgerät ist oft nicht so genau, wie sich der Nutzer das wünscht, gerade in Städten, wo das Signal von Häusern reflektiert wird. Broadcom hat einen neuen Navigationschip entwickelt, der die Positionsbestimmung verbessert. Er soll ab 2018 verfügbar sein.

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Galileo-Konstellation (Symbolbild): Problem mit L5-Signal
Galileo-Konstellation (Symbolbild): Problem mit L5-Signal (Bild: P. Carril/Esa)

Jetzt abbiegen, signalisiert die Navigations-App auf dem Tablet. Leider zu spät - der Abzweig ist gerade vorbei. Wer mit Mobiltelefon oder Tablet navigiert, kennt das. Die Ortung ist gerade in Städten oft nicht genau genug. Das will der US-Chiphersteller Broadcom ändern.

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Auf der Konferenz ION GNSS+ stellt Broadcom den Chip BCM47755 vor, mit dem sich die Position auf etwa 30 Zentimeter genau bestimmen lassen soll, und zwar auch in engen Gassen zwischen hohen Gebäuden. Zudem soll er weniger Leistung aufnehmen als heutige GPS-Chips.

Der Chip empfängt Signale mehrerer Satellitennavigationssysteme

BCM47755 verarbeitet Signale aller derzeit verfügbaren Satellitennavigationssysteme: die des europäischen Galileo, des US-Systems GPS, des russischen Glonass, des chinesischen Beidou und des japanischen QZSS. Das allein macht aber noch nicht die Genauigkeit aus. Der Chip empfängt nicht nur das herkömmliche L1-Signal sondern auch das L5-Signal.

Das L5-Signal ist in Städten weniger anfällig gegen Störungen. Ein Satellitensignal kann durch Häuser reflektiert werden. Das Orignalsignal und die reflektieren Signale erreichen den Empfänger zu unterschiedlichen Zeiten und überlappen sich zu einem größeren Fleck. Der Empfänger versucht zwar das Signal zu korrigieren, aber meist wird die Positionsbestimmung ungenau. Das L5-Signal hingegen ist kürzer. Das bedeutet, dass der Empfänger das erste Signal, das ihn auf direktem Weg erreicht, registriert und alle weiteren, die danach eintreffen, ignoriert.

L5 ist unter anderem für zivile Luftfahrt gedacht

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Gedacht ist das L5-Signal eigentlich für sogenannte Safety-of-Life-Dienste. Dazu gehört etwa die zivile Luftfahrt. Bei der Einführung von L5 in das US-System GPS gab es Probleme: Es störte die normalen GPS-Signale. BCM47755 ist der erste L5-fähige Chip für den Massenmarkt. Die ersten Geräte mit dem Chip sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Derzeit sind Anwendungen für das L5-Signal noch nicht sehr verbreitet. Ein Grund sei, dass bisher nur wenige Satelliten im Orbit seien, die diese Signale abstrahlten, sagt Manuel del Castillo, stellvertretender Leiter des GNSS-Produktmarketing bei Broadcom, dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

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