Abo
  • IT-Karriere:

Satellitennavigation: Galileo ist wieder online

Nach rund einer Woche funktioniert das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wieder. Laut der zuständigen EU-Behörde GSA kann es aber noch zu Schwankungen kommen. Grund für den Ausfall waren technische Probleme in den beiden Kontrollzentren.

Artikel veröffentlicht am ,
Europäisches Satellitennavigationssystem Galileo: höhere Genauigkeit durch zwei Frequenzen
Europäisches Satellitennavigationssystem Galileo: höhere Genauigkeit durch zwei Frequenzen (Bild: GSA)

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo arbeitet wieder. Die technischen Schwierigkeiten, die das System ausfallen ließen, sind behoben. Allerdings können nach offiziellen Angaben noch Schwankungen auftreten.

Stellenmarkt
  1. Rational AG, Landsberg am Lech
  2. ADWEKO Consulting GmbH, Stuttgart

Der Grund lag auf der Erde: In beiden Galileo-Kontrollzentren in Fucino und Oberpfaffenhofen seien Systeme ausgefallen, "die Zeit- und Bahnvorhersagen berechnen und zur Berechnung der Navigationsmeldung verwendet werden", teilte die European Global Navigation Satellite Systems Agency (European GNSS Agency oder GSA) mit. "Die Fehlfunktion betraf verschiedene Systeme in beiden Zentren."

In der vergangenen Woche waren fast alle Galileo-Dienste nicht verfügbar - lediglich der Such- und Rettungsdienst arbeitete noch. Ein Team von Mitarbeitern der GSA, einer Behörde der Europäischen Union, der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa), der EU-Kommission sowie aus der Industrie hat laut der Mitteilung rund um die Uhr daran gearbeitet, das System wieder einsatzbereit zu machen.

Die 22 aktiven Satelliten des Systems - zwei werden noch getestet, zwei weitere sind außer Betrieb - sind laut GSA alle wieder im Einsatz. Allerdings sind noch Schwankungen möglich. Am Dienstag waren wieder erste Signale zu empfangen. Jedoch war es laut GSA zunächst nicht möglich, Angaben über die Genauigkeit der Positionsbestimmung zu machen. Die Nutzer wurden darauf hingewiesen.

Galileo ist aktuell noch im Testbetrieb. Die letzten vier Satelliten werden voraussichtlich Ende kommenden Jahres in den Orbit geschossen. Nach diversen Verzögerungen, Pannen und Problemen wurden die ersten Dienste von Galileo im Dezember 2016 freigeschaltet. Geräte, die mit Galileo navigieren, können normalerweise auch Signale anderer Satellitennavigationssysteme verarbeiten: die des US-Systems GPS, des russischen Glonass sowie des chinesischen Beidou.

Galileo bietet vier Dienste, die für verschiedene Zielgruppen vorgesehen sind. Der wichtigste ist der offene Dienst (Open Service, OS). Das Signal wird auf zwei Frequenzen ausgestrahlt und ermöglicht eine Positionsbestimmung, die bis auf ein bis zwei Meter genau ist. Der kostenpflichtige kommerzielle Dienst (High Accuracy Service, HAS) ortet mit einer Genauigkeit von unter einem Meter. Er ist für geschäftliche Anwendungen gedacht, etwa die vernetzte Landwirtschaft, für die Logistikbranche oder für autonomes Fahren.

Hinzu kommen der verschlüsselte regulierte Dienst (Public Regulated Service, PRS) sowie der Such- und Rettungsdienst (Galileo Search and Rescue Service). Der PRS ist für Nutzer mit hoheitlichen Aufgaben gedacht, etwa die Polizei, die Feuerwehr oder den Katastrophenschutz. Der Galileo Search and Rescue Service soll künftig in das Such- und Rettungssystem Cospas-Sarsat integriert werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. FIFA 19, Battlefield V, Space Huilk Tactics, Rainbow Six Siege)
  2. (-76%) 9,50€
  3. (-91%) 1,10€
  4. 4,99€

Nightdive 19. Jul 2019 / Themenstart

Die 2 stehen nur so in der constellation overview aber das sind die 2 Sats auf einer...

schily 19. Jul 2019 / Themenstart

Und dann ist die Erde noch ein Ei in Form einer Kartoffel und das Schwerefeld sieht...

bliblibum 19. Jul 2019 / Themenstart

Da kannst Du schon einiges darüber erfahren. Sehr viele Infos kannst Du auch hier...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht

In Braunschweig testet das DLR an zwei Ampeln die Vernetzung von automatisiert fahrenden Autos und der Verkehrsinfrastruktur.

Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht Video aufrufen
Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Mercedes EQV Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
  2. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  3. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf

OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
OKR statt Mitarbeitergespräch
Wir müssen reden

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
Von Markus Kammermeier

  1. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  2. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  3. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"

Indiegames-Rundschau: Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
Indiegames-Rundschau
Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

In Stone Story RPG erwacht ASCII-Art zum Leben, die Astronauten in Oxygen Not Included erleben tragikomische Slapstick-Abenteuer, dazu kommen Aufbaustrategie plus Action und Sammelkartenspiele: Golem.de stellt neue Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten
  2. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  3. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter

    •  /