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Satellitennavigation: Esa schießt weitere Galileo-Satelliten ins All

Die Konstellation des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo ist um zwei weitere Satelliten ausgebaut worden. Mit den vier Satelliten soll ab 2013 eingeschränkt der Standort auf der Erde bestimmt werden.
/ Werner Pluta
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Start der Sojus-Rakete: vier Satelliten auf zwei Umlaufbahnen (Bild: S. Corvaja/Esa)
Start der Sojus-Rakete: vier Satelliten auf zwei Umlaufbahnen Bild: S. Corvaja/Esa

Die europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) hat zwei weitere reguläre Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo(öffnet im neuen Fenster) ins All geschossen. Damit besteht die Konstellation jetzt aus vier Satelliten.

Die beiden Satelliten, die die Namen David und Sif tragen, waren am Freitag um 20:15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom Raketenstartplatz Kourou im französischen Überseedépartement Französisch-Guayana an Bord einer russischen Sojus-ST-B-Trägerrakete gestartet. Gegen Mitternacht wurden die beiden Satelliten in einer Höhe von etwa 23.200 Kilometern ausgesetzt.

Die beiden ersten Galileo-Satelliten waren im Oktober 2011 ins All geschossen worden. Die vier Satelliten kreisen auf zwei Bahnen um die Erde.

So funktioniert das Satellitennavigationssystem Galileo – Esa
So funktioniert das Satellitennavigationssystem Galileo – Esa (03:51)

Mit den vier Satelliten solle bereits eine rudimentäre Positionsbestimmung möglich sein, erklärt Walter Päffgen(öffnet im neuen Fenster) , Geschäftsführer der DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen. Wenn sie in Reichweite eines Galileo-Empfängers seien, könne aus der Laufzeit des Signals und der Positionsdaten der Satelliten im Weltall der Standort auf der Erde berechnet werden. Dieser Dienst soll voraussichtlich ab Frühjahr 2013 zur Verfügung stehen.

Die gesamte Galileo-Konstellation wird aus 30 Satelliten bestehen. Sie soll 2018 vollständig sein. Bis Ende 2014 sollen 18 Satelliten im Einsatz sein. Damit sollen "die frühen Dienste für die Bürger Europas aufgenommen werden können" , sagte Didier Faivre, Esa-Direktor für das Galileo-Programm und Navigationstätigkeiten.


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