Satelliteninternet: Viasat kauft Konkurrenten Inmarsat für 7,3 Milliarden Dollar

Inmarsat ist für sein fast weltweit verfügbares Netz für Satellitentelefonie bekannt. Zusammen hat man viele Frequenzen im Ka-, L- und S-Band.

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Inmarsat wird von US-Konzern gekauft
Inmarsat wird von US-Konzern gekauft (Bild: Inmarsat)

Viasat übernimmt den britischen Satellitennetzbetreiber Inmarsat für 7,3 Milliarden US-Dollar. Das gab der US-Konzern Viasat am 8. November 2021 bekannt. Der Kauf beinhaltet die Nettoverschuldung des britischen Unternehmens in Höhe von 7,3 Milliarden US-Dollar.

Viasat und Inmarsat verfügen zusammen über viel Spektrum an Frequenzlizenzen im Ka-, L- und S-Band und eine Flotte von 19 Satelliten im Dienst mit weiteren zehn im Bau, deren Start innerhalb der nächsten drei Jahre geplant ist. Im Ka-Band sei auch eine Polarabdeckung in Planung.

Viasat ist ein US-amerikanischer Anbieter von Satelliten-Breitbanddiensten und gesicherter Netzwerke für militärische und kommerzielle Zwecke. Auch Viasat arbeitet mit dem britischen Verteidigungsministerium und bietet Satellitentelefonie und Satelliteninternet.

Die Übernahme des in London ansässigen Unternehmens Inmarsat erfolgt nur zwei Jahre, nachdem es von einem Konsortium unter Führung des Investmentunternehmens Apax Partners, der US-amerikanischen Warburg Pincus und zwei kanadischen Pensionsfonds im Rahmen eines 3,4-Milliarden-Dollar-Deals von der Börse genommen wurde.

Neuer Job für Ex-Nokia-Chef währte nur kurz

"Der Übergang zu Viasat ist die richtige Kombination für Inmarsat zum richtigen Zeitpunkt", sagte Rajeev Suri, ehemaliger Nokia-Konzernchef, der im Februar zum Chief Executive Officer von Inmarsat ernannt wurde. Ob er in dieser Position bleibt, ist nicht klar.

"Der Vertragsschluss deutet darauf hin, dass Viasat seine Ambitionen, hochmoderne Satellitentechnologie mit hohem Durchsatz weltweit einzuführen, sehr ernst nimmt, statt nur regionale Partnerschaften zu nutzen", sagte Armand Musey, Gründer des Finanzberatungsunternehmens Summit Ridge Group der Nachrichtenagentur Reuters. Die große Frage sei, ob es ein Gegenangebot eines anderen Betreibers geben wird.

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