Satelliteninternet: Starlink will noch in diesem Jahr in Deutschland starten

Was das Satelliteninternet bei uns kosten wird, steht laut SpaceX noch nicht fest.

Artikel veröffentlicht am ,
Satelliten von Starlink: Deutschland ist gut geeignet.
Satelliten von Starlink: Deutschland ist gut geeignet. (Bild: Starlink)

Der Start von Starlink in Deutschland steht offensichtlich unmittelbar bevor: Noch in diesem Jahr soll das Satelliteninternet hierzulande zur Verfügung stehen. An den nötigen Voraussetzungen arbeitet das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX bereits.

"Wenn alles nach Plan läuft, starten wir in Deutschland noch in diesem Jahr", sagte Hans Königsmann dem Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche. Königsmann ist als Bereichsleiter für die Sicherheit der SpaceX-Missionen zuständig. Der Deutsche hat sich hierzulande um die Zulassung von Starlink gekümmert.

SpaceX baut Bodenstationen

Die Voraussetzungen hat SpaceX schon geschaffen: Es gibt eine deutsche Starlink-Tochter, die die Internetzugänge vermarkten sowie die dafür nötige Ausrüstung verkaufen oder vermieten soll. Starlink ist laut Wirtschaftswoche bei der Bundesnetzagentur als Telekommunikationsanbieter registriert, wenn auch die letzten Genehmigungen noch ausstehen. Zwei Bodenstationen für die Kommunikation mit den Satelliten sind demnach im Bau.

Starlink ist eine Satellitenkonstellation, über die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar werden soll. "Unsere Mission ist, schnelles Internet in abgelegene Gegenden dieser Welt zu bringen", sagte Königsmann. Dazu sind nach seinen Angaben 15 weitere Satelliten-Missionen nötig. Zuletzt hat Starlink pro Transport 60 Satelliten im Orbit ausgesetzt.

Aktuell besteht die Konstellation aus knapp 900 Satelliten. In der vollständigen Ausbaustufe sollen es 12.000 Satelliten sein.

Die beste Abdeckung besteht derzeit zwischen dem 45. und 55. Grad nördlicher Breite. Das entspricht in Europa in etwa dem Bereich zwischen Mailand im Süden und Kopenhagen im Norden. Deswegen sei Deutschland "als Markt hervorragend geeignet - da haben wir jetzt schon eine gute Verbindung", sagte der SpaceX-Manager.

In den USA läuft ein Betatest

In den USA läuft seit Ende Oktober ein Betatest. Die Datenraten liegen nach Angaben einiger Teilnehmer zwischen 50 und 150 MBit/s bei einer Latenz zwischen 20 und 40 Millisekunden. Im Sommer kommenden Jahres will SpaceX die Leistung steigern durch Software-Aktualisierungen, mehr Satelliten und den Ausbau der Bodenstationen. Möglich sein sollen Datenraten bis zu 1 GBit/s.

In den USA zahlen die Teilnehmer an dem Betatest im Monat 100 US-Dollar. Die Satellitenschüssel kostet inklusive Versand und Steuern 600 US-Dollar. Was die Satelliteninternet-Zugänge in Deutschland kosten sollen, steht laut Königsmann noch nicht en detail fest. "Aber wir werden uns an dem orientieren, was der lokale Markt zulässt."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Kleba 12. Nov 2020

Ich würde sagen, dass es mehr als üblich ist Immobilien zu finanzieren. Ich bezweifele...

M.P. 11. Nov 2020

Also ist die Formulierung im Artikel Blödsinn...

kernash 11. Nov 2020

Rundfunk arbeitet über Satelliten im geostationären Orbit. Diese sind über 50 mal weiter...

berritorre 11. Nov 2020

Also alles über $100 im Monat wird wohl scheitern, schätze ich. Hier in Brasilien gibt es...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Halluzination
ChatGPT erfindet Gerichtsakten

Ein Anwalt wollte sich von ChatGPT bei der Recherche unterstützen lassen - das Ergebnis ist eine Blamage.

Halluzination: ChatGPT erfindet Gerichtsakten
Artikel
  1. Forschung: KI findet Antibiotikum gegen multirestistentes Bakterium
    Forschung
    KI findet Antibiotikum gegen multirestistentes Bakterium

    Forscher zeigen, dass die Hoffnungen in KI bei der Entwicklung von Medikamenten berechtigt sind. Ihre Entwicklung soll deutlich schneller werden.

  2. Mikromechanik: Zotac bringt ersten PC mit fast lautlosem MEMS-Lüfter
    Mikromechanik
    Zotac bringt ersten PC mit fast lautlosem MEMS-Lüfter

    Dank Mikromechanik soll Frores Airjet kleiner und leiser sein als Lüfter. Der erste PC damit wird aber recht teuer.

  3. Blue Byte: Im Bann der ersten Siedler
    Blue Byte
    Im Bann der ersten Siedler

    Vor 30 Jahren wuselten die ersten Siedler über den Bildschirm. Golem.de hat den Aufbauspiel-Klassiker von Blue Byte neu ausprobiert.
    Von Andreas Altenheimer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Microsoft Xbox Wireless Controller 40,70€ • Lexar Play 1 TB 99,60€ • DAMN!-Deals mit AMD-Bundle-Aktion • Crucial P5 Plus 1 TB 72€ • MSI RX 7600 299€ • Inno3D RTX 4070 679€ • MindStar: ASRock RX 6800 XT Phantom OC 579€, PowerColor RX 6800 Fighter 489€ • Logitech bis -46% [Werbung]
    •  /