Satelliteninternet: Starlink erhöht die Preise, pausieren wird doppelt so teuer
Erste Kunden von Starlink wurden per E-Mail über eine bevorstehende Preiserhöhung informiert. Die neuen Abopreise gelten ab der nächsten Abrechnung. Neukunden müssen bereits die neuen Preise zahlen. Wer Starlink nicht regelmäßig nutzt, muss für das Pausieren eines Abos künftig doppelt so viel wie bisher zahlen.
Bisher war es möglich, ein Starlink-Abo für 5 Euro monatlich zu pausieren, berichten Kunden unter anderem im Mydealz-Forum(öffnet im neuen Fenster) auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) und auf Facebook(öffnet im neuen Fenster).
Im Standby-Tarif ist eine Starlink-Nutzung weiterhin möglich, die maximale Geschwindigkeit wird allerdings auf 500 kBit/s beschränkt. Dafür verlangt das Unternehmen künftig 10 Euro pro Monat. Diese Betriebsart ist für Kunden gedacht, die keine dauerhafte Starlink-Versorgung benötigen und nicht den zugewiesenen Platz in der Zelle verlieren wollen.
So teuer wird Starlink für Bestandskunden
Auch alle übrigen Starlink-Tarife werden jeweils um 5 Euro bis 6 Euro monatlich teurer als bisher, das bestätigt auch die Tarifübersicht auf der Starlink-Webseite(öffnet im neuen Fenster) mit den derzeitigen Preisen für Neukunden. So kostet der Tarif Privathaushalt 100 MBit/s künftig 35 Euro monatlich statt bisher 29 Euro. Von 49 Euro im Monat auf 55 Euro steigen die Kosten für den Tarif Privathaushalt 200 MBit/s.
Der Tarif Privathaushalt Max steigt von 69 Euro monatlich auf 75 Euro. Reise 100 GByte kostet 45 Euro pro Monat statt bisher 40 Euro. Bei Reise Unbegrenzt steigt der Monatspreis von 89 Euro auf 95 Euro. Ähnliche Preiserhöhungen gibt es auch für andere Starlink-Tarife, die nicht mehr aktiv vermarktet werden, etwa den Tarif Privathaushalt Light.
Starlink ändert Preise ohne Zustimmung der Kunden
In der an Kunden verschickten E-Mail wird der Abopreis ohne Zustimmung durch Abonnenten erhöht. 2023 verloren Netflix und Spotify vor Gericht, weil sie gesetzeswidrig Abopreise ohne aktive Bestätigung der Kunden einseitig ändern wollten. Seitdem gingen beide Anbieter dazu über, die Abopreise in Deutschland erst nach Zustimmung durch die Abonnenten zu erhöhen.
Eine Preiserhöhung für das Prime-Abo aus dem Jahr 2022 beschäftigt Gerichte weiterhin. Hier geht es darum, dass Amazon die Preise ohne Zustimmung der Abonnenten erhöht hatte. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie hat bereits in zwei Instanzen vor Gericht gegen Amazon gewonnen. Amazon gibt sich damit nicht zufrieden und zieht vor den Bundesgerichtshof.
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