Satelliteninternet: SpaceX schießt Starlink-Satelliten in höhere Umlaufbahn

Als Reaktion auf den Verlust von 40 Starlink-Satelliten durch einen Sonnensturm hat SpaceX die nächste Tranche weiter oben ausgesetzt.

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Satellitenkonstellation (Symbolbild): weniger Luftwiderstand im höheren Parkorbit
Satellitenkonstellation (Symbolbild): weniger Luftwiderstand im höheren Parkorbit (Bild: NOIRLab/NSF/AURA/P. Marenfeld)

Geringere Zahl, höhere Umlaufbahn: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erneut Satelliten für die Starlink-Konstellation ins All geschossen. Als Konsequenz aus dem Ausfall durch den Sonnensturm kommen diese in einen anderen Orbit.

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Die Falcon-9-Rakete startete mit 46 Satelliten an Bord vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus. 62 Minuten später wurden die Satelliten ausgesetzt. Eine Bestätigung dafür habe es allerdings erst rund 20 Minuten gegeben, weil die Bodenstation nicht erreichbar gewesen sei, berichtet das auf Raumfahrtthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Spacenews. Die erste Stufe kehrte zur Erde zurück und landete auf einem autonomen Schiff nahe den Bahamas.

Die Satelliten wurden in einer Parkumlaufbahn in einer Höhe von etwa 330 Kilometern ausgesetzt. Das ist deutlich höher als die anderen Satelliten der Starlink-Konstellation, die in 210 Kilometern Höhe ausgesetzt werden. Die Rakete hat drei Satelliten weniger transportiert als üblich - möglicherweise wegen des höheren Orbits: Um diesen zu erreichen, mussten die Triebwerke ein zweites Mal gezündet werden.

Sonnenstürme beeinflussen die Atmosphäre

Der höhere Parkorbit ist offensichtlich eine Reaktion auf den Verlust von 40 Satelliten Anfang des Monats. Diese waren infolge eines Sonnensturms zerstört worden: Bei einem Sonnensturm wird die obere Atmosphäre der Erde aufgeheizt, die sich daraufhin ausdehnt. Dadurch steigt der Luftwiderstand.

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Die Starlink-Satelliten werden in besonders niedrigen Orbits ausgesetzt. Dort ist die Luftreibung schon im Normalfall groß genug, um Schrott innerhalb weniger Tage bis Wochen abzubremsen und aus der Umlaufbahn zu entfernen. Da die Luftreibung nach dem Sonnensturm angestiegen war, waren 40 der 49 Satelliten schon so tief abgesunken, dass ihre schwachen Ionentriebwerke nicht mehr reichten, um der Atmosphäre zu entkommen. In dem höheren Orbit ist der Luftwiderstand geringer, so dass ein Sonnensturm geringere Auswirkungen hat.

Der Start war der erste Start seit der Mission vom 3. Februar, deren Satelliten verloren gegangen sind, und der siebte in diesem Jahr. Ein weiterer ist noch in dieser Woche geplant. SpaceX will in diesem Jahr 52 Raketenstarts durchführen.

Starlink ist eine Satellitenkonstellation, über die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar werden soll. In der vollständigen Ausbaustufe sollen es 12.000 Satelliten sein.

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Arsenal 26. Feb 2022

Wie kommst du auf mehrere Jahre? Kurze Recherche zeigte, dass eine erste grobe Schätzung...

schnedan 25. Feb 2022

Dann werden aber die Smartphones größer und teurer??? Starlink hat stationäre Antennen...



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