Satelliteninternet: SpaceX gründet deutsche Starlink-Tochter
Starlink kommt nach Deutschland: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat eine Niederlassung in Frankfurt am Main gegründet. Darüber will SpaceX seine Dienste in Deutschland vermarkten.
Starlink Germany GmbH heißt das Unternehmen laut Handelsregistereintrag(öffnet im neuen Fenster). Darüber will SpaceX schnelle Internetzugänge über seine Satellitenkonstellation anbieten und die dafür nötige Ausrüstung verkaufen oder vermieten. Das berichtet die Wochenzeitung Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster).
Ein Starlink-Betatest ist kürzlich gestartet
Starlink ist eine Satellitenkonstellation, über die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar werden soll. In der vollständigen Ausbaustufe soll sie aus 12.000 Satelliten bestehen. Aktuell sind knapp 900 im Orbit. Ein Betatest ist Ende Oktober in den USA gestartet.
Die beste Abdeckung besteht derzeit zwischen dem 45. und 55. Grad nördlicher Breite. Das entspricht in Europa in etwa dem Bereich zwischen Mailand im Süden und Kopenhagen im Norden. Die Datenraten liegen nach Angaben einiger Teilnehmer zwischen 50 und 150 MBit/s liegen, bei einer Latenz zwischen 20 und 40 Millisekunden. Im Sommer kommenden Jahres will SpaceX die Leistung steigern durch Software-Aktualisierungen, mehr Satelliten und den Ausbau der Bodenstationen. Möglich sein sollen Datenraten bis zu 1 GBit/s.

Während Nutzer in ländlichen Gebieten sich freuen können, dass sie schnelles Internet bekommen können, sehen Experten die Megasatellitenkonstellationen eher skeptisch. Sie befürchten eine Verschärfung des Problems mit Weltraummüll. Zudem wird kritisiert, dass die Satelliten das Bild des Nachthimmels verändern. Satelliten, die das Sonnenlicht reflektieren, stören die Sensoren der Teleskope auf der Erde und erschweren so die astronomische Himmelsbeobachtung.
SpaceX will sein Satelliteninternet ab Frühjahr kommenden Jahres in Europa anbieten. Details sind noch nicht bekannt. Günstig dürfte der Dienst indes nicht werden: Die Teilnehmer an dem Betatest zahlen im Monat 100 US-Dollar. Die Satellitenschüssel kostet inklusive Versand und Steuern 600 US-Dollar.
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