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Satelliteninternet: SpaceX beantragt Mobilfunkempfang für Starlink

Künftig sollen Starlink - Satelliten auch Daten auf Mobiltelefone übertragen – wenn es die US-Regulierungsbehörde FCC genehmigt.
/ Werner Pluta
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Satellit (Symbolbild): Die FCC genehmigte nur 7.500 statt 30.000 Satelliten. (Bild: Pixabay.com)
Satellit (Symbolbild): Die FCC genehmigte nur 7.500 statt 30.000 Satelliten. Bild: Pixabay.com

Starlink will auf die Mobiltelefone: SpaceX will seine Starlink-Satelliten so ausstatten, dass sie in Zukunft direkt mit Mobiltelefonen kommunizieren können. Im Sommer gab das US-Raumfahrunternehmen eine Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsanbieter T-Mobile in den USA bekannt.

Aus den bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eingereichten Dokumenten(öffnet im neuen Fenster) geht hervor, dass SpaceX Sprach-, Messaging- und einfache Webdienste mit Übertragungsraten von 3,0 bis 7,2 MBit/s im Upload und 4,4 MBit/s oder 18,3 MBit/s im Download anbieten will. Die Kommunikation soll über Frequenzen zwischen 1.910 und 1.995 Megahertz ablaufen.

Der Dienst soll in den gesamten USA mit Ausnahme einiger Teile Alaskas zu empfangen sein. Daneben soll er in Puerto Rico zur Verfügung stehen. Um ihn zu nutzen, sollen Standard-Mobiltelefone ausreichen. Eine "Ausweitung von Coverage Above and Beyond über die USA hinaus" ist derzeit nicht geplant, wie ein Sprecher der Deutschen Telekom auf Anfrage von Golem.de im Sommer mitteilte.

SpaceX und T-Mobile USA kooperieren

Mike Sievert, Chef von T-Mobile in den USA, und SpaceX-Chef Elon Musk hatten im August. eine Kooperation der beiden Unternehmen angekündigt . Über einen neuen Dienst mit der Bezeichnung Coverage Above and Beyond sollen T-Mobile-Kunden über die Satelliten von Starlink eine nahezu flächendeckende Versorgung in den USA bekommen. Die Idee ist, dass es so auch dort Mobilfunkempfang gibt, wo es keine Mobilfunkmasten gibt.

Das Direct-to-Cellular-System wird auf den Starlink-Satelliten der zweiten Generation installiert. Dafür werden die Satelliten mit einer größeren Antenne ausgestattet. SpaceX bekam kürzlich die Genehmigung der FCC für den Start der Gen2-Satelliten . SpaceX wollte fast 30.000 in den Orbit schießen. Die FCC ließ allerdings nur 7.500 zu.

Die Starlink-Gen2-Satelliten sind größer und schwerer als die der ersten Generation. Sie werden nicht mehr von der Falcon-9-Rakete ins All transportiert, sondern von dem größeren Starship, das bisher noch nicht geflogen ist.


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