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Satelliteninternet: Oneweb sichert Finanzierung für Satellitenkonstellation

Onewebs Satelliteninternet ist "unvermeidlich": Das US-Unternehmen hat in der vierten Finanzierungsrunde genug Geld eingenommen, um seine Konstellation mit mehr als 600 Satelliten bis 2021 zu komplettieren und dann weltweit schnelles Internet anzubieten.

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Künstlerische Darstellung der Satellitenkonstellation von Oneweb
Künstlerische Darstellung der Satellitenkonstellation von Oneweb (Bild: Oneweb)

Die ersten Satelliten sind seit kurzem im All, und das Oneweb hat sichergestellt, dass weitere folgen können: Das US-Unternehmen hat eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Damit sei der Start des Satelliteninternet-Dienstes gesichert.

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Es war die vierte Finanzierungsrunde von Oneweb. 1,25 Milliarden US-Dollar hat es dabei eingenommen. Unter den Investoren sind der japanische Technologiekonzern Softbank, der Chiphersteller Qualcomm, das mexikanische Firmenkonglomerat Grupo Salinas sowie die Regierung von Ruanda.

Softbank, der größte Investor von Oneweb, und die Grupo Salinas hatten sich bereits in früheren Finanzierungsrunden beteiligt. Bei denen waren unter anderem auch der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, das Raumfahrtunternehmen Arianespace, Richard Bransons Virgin Group und der Getränkehersteller Coca-Cola dabei. Insgesamt hat Oneweb bisher 3,4 Milliarden US-Dollar eingenommen.

Mit dieser finanziellen Ausstattung sei die Produktion der 150 Kilogramm schweren Satelliten gesichert. Sie werden von Oneweb Satellites gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen von Oneweb und Airbus. Damit sei "der Dienst von Oneweb unvermeidlich", sagte Oneweb-Chef Adrian Steckel.

Oneweb baut eine Konstellation für einen globalen Internetempfang auf, die zunächst aus insgesamt 648 Satelliten bestehen soll. Die ersten zehn Satelliten sind Ende Februar ins All geschossen worden. Ab Herbst will Oneweb jeden Monat mehr als 30 Satelliten im Monat in die Erdumlaufbahn bringen.

Der Dienst startet 2020

Der Satelliteninternet-Dienst soll 2020 mit 300 Satelliten starten. Er wird dann aber noch nicht weltweit zur Verfügung stehen. Das wird im Jahr darauf der Fall sein, wenn die komplette Konstellation von 600 Satelliten einsatzbereit ist. Die übrigen 48 Satelliten sind als Ersatz gedacht.

Neben Oneweb plant auch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX den Aufbau einer Satellitenkonstellation für Breitbandinternet. Eine Betriebserlaubnis für das Projekt Starlink hat SpaceX im November 2016 beantragt. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die ersten Satelliten für den Aufbau der zwei Testsatelliten ins All geschossen. Der Start der ersten regulären Satelliten ist für Juni geplant.

Im Vergleich zu der SpaceX-Konstellation nimmt sich die von Oneweb geradezu klein aus: Das Unternehmen von Elon Musk will knapp 12.000 Satelliten ins All bringen, die in drei verschiedenen Orbits um die Erde kreisen werden. Die ersten Satelliten sollen voraussichtlich im kommenden Jahr einsatzbereit sein.

Zwar werden die Satelliten auf relativ niedrigen Orbits ausgesetzt, so dass defekte Satelliten innerhalb von fünf Jahren abstürzen. Dennoch befürchten Experten durch solche Megakonstellationen eine Verschärfung des Weltraummüllproblems.



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teenriot* 19. Mär 2019

Es gibt momentan 2000 Satelliten im All und SpaceX will 12000 dazupacken? Unsinn...

der_inquisitor 19. Mär 2019

Wie in Fachmedien nachzulesen ist, wird die Konstellation nach Unternehmensangaben...

M.P. 19. Mär 2019

Da könnten die beiden Satelliten gegeneinander Fingerhakeln, und sich mit Maßkrügen...


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