Satelliteninternet: Lockheed und Omnispace wollen weltweites 5G-Netz aufbauen

Erstmals soll ein militärisches Netz auch privaten Nutzern offenstehen - ein 5G-Smartphone für weltweite Kommunikation.

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So könnte das weltweite 5G-Netz aussehen.
So könnte das weltweite 5G-Netz aussehen. (Bild: Lockheed Martin Space)

Lockheed Martin will mit Omnispace ein satellitenbasiertes weltweites 5G-Netzwerk errichten. Das gaben der US-Rüstungskonzern und das Startup für Satelliteninternet am 23. März 2021 bekannt. Laut Lockheed Martin wird das 5G-Netzwerk es den Nutzern ermöglichen, mit einem Smartphone zwischen Satelliten- und terrestrischen Netzwerken zu wechseln. Der Plan ist aber noch in einem frühen Stadium.

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Das 5G-Netzwerk soll Endgeräten von privaten Nutzern, Businesskunden und Regierungen offenstehen. Omnispace wolle "eine neue globale Kommunikationsplattform schaffen, die die 5G-Konnektivität direkt aus dem All ermöglicht", sagte Ram Viswanathan, Chief Executive Officer von Omnispace. Die Vision von Omnispace sei ein "globales Netzwerk", das die Reichweite einer nicht geostationären Satellitenkonstellation im Orbit mit der Kapazität der weltweit führenden Mobilfunknetze kombiniert.

"Wir teilen mit Omnispace die Vision eines weltraumgestützten globalen 5G-Netzwerks, mit dem Nutzer nahtlos zwischen Satelliten- und terrestrischen Netzwerken wechseln können, ohne dass mehrere Geräte in mehreren Netzwerken erforderlich sind", sagte Rick Ambrose, Executive Vice President von Lockheed Martin Space. "Letztendlich geht es darum, Nutzern Verbindungen mit geringer Latenz zu ermöglichen, die überall funktionieren." Dies wäre laut Lockheed die erste echte duale 5G-Plattform für kommerzielle und militärische Nutzung.

Omnispace begann im Jahr 2012 als Holdinggesellschaft für 2-GHz-S-Band-Frequenzlizenzen, die von dem insolventen Satellitenbetreiber ICO Global erworben wurden. Viswanathan kam Anfang 2016 zu Omnispace, um zu prüfen, wie das Unternehmen mit den Assets ein globales Netzwerk aufbauen kann. Das Unternehmen erhielt 60 Millionen US-Dollar Risikokapital.

5G ist sehr bedeutend für Kriegsführung des US-Militärs

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Das US-Verteidigungsministerium hat bereits in einem Papier vom 2. Mai 2020, das Golem.de vorliegt, erklärt, "dass 5G-Technologie strategische Fähigkeiten beinhaltet, die sich auf die wirtschaftliche und nationale Sicherheit der USA (...) auswirken". Das US-Militär müsse Zugang zu den besten 5G-Systemen, -Diensten und -Anwendungen der Welt haben, um die Effektivität, Widerstandsfähigkeit, Geschwindigkeit und Letalität (Tödlichkeit) der Streitkräfte zu erhöhen. Dabei geht es um den weltweiten Führungsanspruch der militärischen Supermacht.

Für den Konzern Lockheed Martin ist das Töten von Menschen durch die USA ein riesiges Geschäft. Das US-Verteidigungsministerium brauche neue Kommunikationstechnologien und sein "Appetit lässt nie nach", sagte Rick Ambrose, Executive Vice President von Lockheed Martin Space dem Sender CNBC. Der neue Chef stammt vom Mobilfunkturmkonzern American Tower und hat im vergangenen Jahr die Strategie 5G.mil entwickelt. Sein langfristiges Ziel ist es, bis zu drei Viertel aller Militärfahrzeuge mit 5G auszustatten. US-Militärs haben die Möglichkeit diskutiert, das Kommunikationssystem JADC2 (Joint All-Domain Command and Control) zu entwickeln, das auf 5G basieren wird.

US-Präsident Barack Obama hat 542 Drohneneinsätze gegen mutmaßliche Terroristen befohlen. Dabei kamen offenbar 3.797 Menschen ums Leben, 324 von ihnen seien Zivilisten gewesen, berichtete die Tagesschau. Viele Nicht-Regierungsorganisationen fürchten, die Zahl ziviler Opfer aus dieser Zeit sei noch viel höher. 2019 verbot Präsident Donald Trump dem US-Militär, die Opferzahlen der Luftschläge zu veröffentlichen.

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