Satelliteninternet: Insolventes Oneweb will Zehntausende Satelliten starten

SpaceX auch. Zudem testet die US-Armee das Satelliteninternet des Raumfahrtunternehmens.

Artikel veröffentlicht am ,
Satellitenkonstellation von Oneweb: Finanzierung gesichert
Satellitenkonstellation von Oneweb: Finanzierung gesichert (Bild: Oneweb)

Pleite, aber trotzdem noch aktiv: Das US-Unternehmen Oneweb hat bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag gestellt, neue Satelliten in die Erdumlaufbahn schießen zu dürfen. Das Unternehmen hatte im März Insolvenz angemeldet.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Computer System Validation Engineer Production IT*
    SCHOTT Pharma AG & Co. KGaA, Mainz
  2. Kundenberater / Projektkoordinator (m/w/d) für IT-Projekte - Sozialwesen
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), verschiedene Standorte
Detailsuche

Onewebs Plan ist es, eine Satellitenkonstellation aufzubauen, um schnelle Internetzugänge überall auf der Erde verfügbar zu machen. Dazu hatte das Unternehmen eigens ein Joint Venture mit Airbus Defence And Space gegründet, das die Satelliten bauen sollte. Doch Oneweb ging das Geld aus und so meldete das Unternehmen Ende März Insolvenz an.

Ungeachtet dessen hat Oneweb bei der FCC einen Antrag eingereicht, knapp 48.000 Satelliten in den Orbit bringen zu dürfen. Laut Antrag hat das Unternehmen bereits eine Finanzierung durch den Schuldner gesichert und geht davon aus, das Insolvenzverfahren bald abschließen zu können.

Auch SpaceX will mehr Satelliten

Neben Oneweb hat auch SpaceX einen Antrag auf weitere Satellitenstarts eingereicht. Wie Oneweb will auch das US-Raumfahrtunternehmen eine Konstellation für Satelliteninternet aufbauen. Bisher hieß es, Starlink solle in der vollständigen Ausbaustufe aus 12.000 Satelliten bestehen. Jetzt hat SpaceX weitere 30.000 Satelliten beantragt.

Golem Karrierewelt
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

SpaceX kann zudem einen neuen Interessenten für Starlink verzeichnen: Die US-Armee hat angekündigt, das Satelliteninternetangebot zu testen. Der Test werde eine Laufzeit von drei Jahren haben, berichtet das auf Raumfahrtthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Spacenews.

In dieser Zeit soll unter anderem geprüft werden, welche Ausrüstung für die Nutzung des Starlink-Dienstes benötigt wird, wie die Kommunikation gesichert werden kann sowie wie aufwendig - und teuer - die Integration ist. Über die Satelliten soll die Kommunikation im Einsatz einfacher werden. Bisher werden dafür große, auf Anhängern montierte Satellitenantennen benötigt. Die Starlink-Ausrüstung soll handlicher sein.

Neben Oneweb und SpaceX haben auch andere Anbieter Anträge bei der FCC eingereicht: So will Telesat knapp 1.700 Satelliten in den Orbit bringen, Kepler 360 und Viasat 288. Diese sowie die Konstellationen von SpaceX und Oneweb sollen in einem niedrigen Orbit aufgebaut werden. Mangata Networks will knapp 800 Satelliten in eine höhere Umlaufbahn schießen.

Raumfahrtexperten sehen solche Megakonstellationen jedoch kritisch. Sie befürchten eine Verschärfung des Weltraummüllproblems. Zudem wird bemängelt, dass die Satelliten das Bild des Nachthimmels veränderten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed

Auch interessant:



chefin 29. Mai 2020

Satelliten kreisen, sonst stürzen sie ab. für bestimmte Bereiche sind dann eben auch...

Dr. Mad 28. Mai 2020

In Falle von Starlinks erster Orbitalschale bei 550 km [1] werden deren Satelliten von...

Proctrap 28. Mai 2020

Ich denke sie müssen das auch so schon machen, um den Wert zu erhalten. Vermutlich ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
e.Go Life getestet
Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen

Der e.Go Life aus Aachen sollte Elektromobilität erschwinglich machen. Doch nach 1.500 ausgelieferten Exemplaren ist nun Schluss. Was nachvollziehbar ist.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

e.Go Life getestet: Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen
Artikel
  1. Unbound: Neues Need for Speed verbindet Gaspedal mit Graffiti
    Unbound
    Neues Need for Speed verbindet Gaspedal mit Graffiti

    Veröffentlichung im Dezember 2022 nur für PC und die neuen Konsolen: Electronic Arts hat ein sehr buntes Need for Speed vorgestellt.

  2. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

  3. Google: Pixel 7 und 7 Pro kosten so viel wie die Vorgänger
    Google
    Pixel 7 und 7 Pro kosten so viel wie die Vorgänger

    Googles Pixel-7-Smartphones kommen mit neuem Tensor-Chip, ansonsten ist die Hardware vertraut. Neuigkeiten gibt es bei der Software.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /