Satelliteninternet im Praxistest: Mit Eutelsat Konnect kann man durchaus arbeiten

Eutelsat Konnect ist nicht so teuer wie Starlink. Doch bei der Datenrate und der Latenz liegt Starlink vorn.

Ein Test von und Martin Wolf veröffentlicht am
Konnect von Eutelsal ist weniger flexibel als Starlink.
Konnect von Eutelsal ist weniger flexibel als Starlink. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Selbermachen geht bei Eutelsat Konnect, anders als bei Starlink, eher nicht. Die Schüssel für den Eutelsat-Konnect-Satelliten muss ein Techniker für Golem.de im Umland von Berlin aufstellen. "Wenn die Antenne nur ein bisschen bewegt wird, bricht die Verbindung zusammen", warnt er uns. Da die Antenne für unseren Test nicht an einer Wand oder auf dem Dach verschraubt werden kann, muss der Ständer auf dem Rasen also zusätzlich mit vier Gehwegplatten gesichert werden.

Inhalt:
  1. Satelliteninternet im Praxistest: Mit Eutelsat Konnect kann man durchaus arbeiten
  2. Preisvergleich, Drosselung, Vertragslaufzeit

Der geostationäre Satellit Eutelsat Konnect, mit dem wir nun verbunden sind, steht bei 7,2 Grad Ost und kann in Europa, Westasien und Afrika empfangen werden. Übertragen wird im Ka-Band, also im Bereich von 26,5 bis 40 GHz. Der Betreiber, das französische Unternehmen Eutelsat, ist der drittgrößte Satellitenbetreiber der Welt. Der im November 2020 in Betrieb genommene Eutelsat-Konnect-Satellit verfügt über eine Gesamtkapazität von 75 GBit/s, die sich jedoch alle Nutzer teilen müssen.

Nach rund einer Stunde ist die Installation abgeschlossen, dann wird der Hughes Router HT2000W eingerichtet, was inklusive Softwareupdates rund 30 Minuten dauert. "Ich mache den Kunden immer die neueste Software auf das Gerät", sagt der Techniker.

Eutelsat Konnect richtet sich laut Unternehmensangaben "an Menschen, die außerhalb der geografischen Grenzen von Glasfaser leben oder arbeiten". Auch entfernt von schnellen VDSL-Vectoring- und Kabel-Koax-Verbindungen mit Docsis 3.1, müsste man hinzufügen.

Etwas mehr Upload als versprochen

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Die von uns gemessenen Werte übertreffen die, die der Anbieter verspricht, leicht. Wir erreichen die 100 MBit/s im Download ziemlich exakt, beim Upload sind es jedoch 5 Mbit/s statt der angegebenen 3 MBit/s. Das sind sehr gute Werte, wenn es keine andere Möglichkeit für schnelles Internet gibt.

Nachteiliger dürfte sich die lange Laufzeit der Pakete auswirken: Bei einem Ping von mindestens 600 ms sind Mehrspieler-Online-Gefechte ausgeschlossen. Auch das Streaming von Spielen über Dienste wie Microsofts Gamepass oder Googles Stadia funktioniert so nicht. Selbst Fernwartung per Teamviewer oder ähnlicher Software dürfte zur Geduldsprobe werden. "Denken Sie jedoch daran, dass das Satellitensignal 70.000 Kilometer unterwegs ist, um Sie überall zu erreichen", gibt der Betreiber zu bedenken.

AVM FRITZ!Box 7590 AX (Wi-Fi 6 Router mit 2.400 MBit/s (5GHz) & 1.200 MBit/s (2,4 GHz),bis zu 300 MBit/s mit VDSL-Supervectoring 35b,WLAN Mesh

Was hingegen problemlos läuft, sind Webseiten, Downloads und Videostreaming. Da diese keine zeitkritischen Szenarien darstellen, profitieren sie von der schnellen Verbindung.

Wir können im Testzeitraum keine Abbrüche und Neuverbindungen feststellen, wie sie beispielsweise bei Starlink durch den Wechsel der Satelliten passieren. Noch ein Unterschied: Im Vergleich zur Starlink-Anlage ist das Gerät von Konnect sparsamer beim Stromverbrauch. Das Netzteil begnügt sich mit maximal 75 Watt - statt der 100 bis 150 Watt, die Starlink dauerhaft zieht.

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Preisvergleich, Drosselung, Vertragslaufzeit 
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tribal-sunrise 01. Mai 2022 / Themenstart

D.h. nach jedem etwas größeren Sturm bestellt man (auf eigene Kosten) den Techniker...

ChMu 30. Apr 2022 / Themenstart

Ist der Techniker dann jedesmal auf dem Campingplatz vor Ort? Selber machen ist ja...

toastedLinux 24. Apr 2022 / Themenstart

Mich würde ja viel mehr interressieren, was man noch so an Internet bekommt, wenn das...

Tiberius the... 24. Apr 2022 / Themenstart

Zumal dir Latenz bei Starlink meist eher im 10 bis 25 berreich ist xD was aber da...

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