Satelliteninternet: Eutelsat möchte Oneweb kaufen

Eutelsat und Oneweb könnten zusammen eine europäische Alternative zu Starlink von Elon Musk oder Amazons Project Kuiper werden.

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Zentrale von Eutelsat
Zentrale von Eutelsat (Bild: Eutelsat)

Eutelsat hat sich in Gespräche über eine mögliche Fusion mit dem britischen Konkurrenten Oneweb durch Aktientausch begeben. Das gab das französische Unternehmen Eutelsat, der drittgrößte Satellitenbetreiber der Welt, am 25. Juli 2022 bekannt. Ein Zusammengehen der beiden Unternehmen könnte helfen, sich besser gegen SpaceX von Starlink und Amazons Project Kuiper zu behaupten.

Die Erklärung von Eutelsat folgte auf einen Bericht aus zwei verhandlungsnahen Quellen von Reuters, wonach Eutelsat fest entschlossen sei, Oneweb zu kaufen. Der Satellitennetzbetreiber Oneweb war in seiner letzten Finanzierungsrunde mit 3,4 Milliarden US-Dollar bewertet worden.

Die britische Regierung hatte im Jahr 2020 zusammen mit dem indischen Telekommunikationsanbieter Bharti Global Oneweb übernommen und so vor der Insolvenz gerettet.

Eutelsat hat bereits 24 Prozent der Anteile an Oneweb

Eutelsat hat weltweit 1.200 Beschäftigte. Eutelsat konkurriert auch mit dem in Luxemburg ansässigen SES und Intelsat in Großbritannien und betreibt 36 Satelliten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Das Unternehmen verkauft Kapazitäten an Rundfunkanstalten, bietet Internetdienste und stellt Verbindungen zu Flugzeugen und Schiffen her. Im April 2021 kaufte Eutelsat bereits 24 Prozent der Anteile an Oneweb für 550 Millionen US-Dollar.

Oneweb, früher Worldvu, ist eines von mehreren Unternehmen, die Satelliteninternet anbieten wollen. Dazu baut Oneweb eine eigene Konstellation aus zunächst rund 650 Satelliten auf. Die ersten wurden 2019 ins All gebracht. Im April 2022 hatte Oneweb knapp 430 Satelliten im Orbit. Damit könnte das Unternehmen seine Dienste auf der Nordhalbkugel ab etwa 50 Grad Nord, aber noch nicht weltweit anbieten.

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