Satelliteninternet: Bundeskabinett stellt Regeln für Oneweb und SpaceX auf

Das Ziel der Bundesregierung beim Netzausbau wird nicht erreicht. Doch die digitale Infrastruktur der Zukunft soll "in der Fläche satellitenbasiert" werden, sagt der Bundesverkehrsminister.

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Start mit Starlink-Satelliten
Start mit Starlink-Satelliten (Bild: Starlink)

Deutschland hat Regeln für den Aufbau von Mega-Satellitenkonstellationen wie Oneweb oder SpaceX (Starlink) beschlossen. Das erklärte das Bundesverkehrsministerium am 17. März 2021 zur neuen Frequenzverordnung, deren Novelle vom Kabinett beschlossen wurde. Für die umlaufenden Satellitensysteme auf unterschiedlichen nicht geostationären Umlaufbahnen, die aus mehreren Tausend Einzelsatelliten bestehen, wurden "Leistungsgrenzwerte, aber auch Ausbau- und Reportverpflichtungen festgelegt".

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Seit Ende Oktober vergangenen Jahres läuft in den USA ein Betatest. Dabei sollen laut SpaceX die Datenraten zwischen 50 und 150 MBit/s liegen und die Latenz zwischen 20 und 40 Millisekunden betragen. Das werde sich bessern, versprach Elon Musk in einem Tweet: Die Übertragungsgeschwindigkeit werde sich "auf ~300 MBit/s verdoppeln". Die Latenz werde "auf ~20ms fallen".

Grundlage der Novelle des Bundeskabinetts sind die Festlegungen für den internationalen Frequenzzuweisungsplan der Weltfunkkonferenz (WRC) der internationalen Fernmeldeunion (ITU). "Ihr Ziel ist es, wesentlich kleinzelliger als bislang Breitbandinternet einer großen Öffentlichkeit in einer bestimmten Region zur Verfügung zu stellen", erklärte das Bundesverkehrsministerium.

"Mit diesen Kleinstsatelliten sollen auch in dem zukunftsträchtigen Frequenzbereich von 275 - 450 GHz die Breitbandkommunikationsverfahren erforscht, erprobt und zur Marktreife gebracht werden. Dies ist für den Wirtschafts- und Wissensstandort Deutschland von wesentlicher Bedeutung." Genauere Angaben zum Inhalt der Änderung der Frequenzverordnung wurden nicht gemacht.

Scheuer: Neue Ziele für den Breitbandausbau

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Laut Bundesminister Andreas Scheuer werde so "ergänzend zum Glasfaserausbau die frequenzrechtliche Grundlage für Netz aus dem All" geschaffen. "Mithilfe von Pseudosatelliten und Mega-Satellitenkonstellationen können Funklöcher oder fehlende Bandbreiten auch im entlegensten Winkel unseres Landes bald passé sein." Die Novelle lasse erahnen, dass die digitale Infrastruktur der Zukunft "echtzeitfähig und in der Fläche satellitenbasiert" sein werde.

Hintergrund: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat eingestanden, dass das Ziel der Bundesregierung eines flächendeckenden Ausbaus von Gigabit-Netzen bis zum Jahr 2025 nicht erreicht wird. Nun sollen die Ausbauzahlen mit dem Kabelnetz und künftigem Satelliteninternet aufgebessert werden.

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Mit der zugleich beschlossenen Neuvergabe des 26-GHz-Bands reagiert die Bundesregierung laut Scheuer "auf den rasant zunehmenden mobilen Breitbandbedarf insbesondere im industriellen Bereich und für Hotspots". Die Bundesnetzagentur hat seit Jahresbeginn bereits die Vergabe im neuen 26-GHz-Bereich für lokale und regionale Netze für 5G gestartet. Das sagte Thomas Heutmann, Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur, am 21. Januar. "Der wesentliche Unterschied ist hier, dass auch öffentliche Dienste wie Hotspots oder FWA für regionale Anbieter realisiert werden können", erklärte Heutmann. FWA steht für den Festnetzersatz Fixed Wireless Access.

Die Bereiche 42 und 60 GHz kämen in Zukunft noch hinzu. Für den 26-GHz-Bereich gebe es "eine Handvoll Anfragen, aber noch keine Anträge", sagte Heutmann. "Hier ist ein komplexes Antragsverfahren gestartet."

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xSureface 18. Mär 2021

Satelliteninternet hat noch weitere Vorteile und Zielgruppen. In Zukunft Internet für...

/mecki78 17. Mär 2021

Auch wenn Golem Forum Poster mir das immer wieder abstreiten, das Problem ist...

Fotobar 17. Mär 2021

Klar war das Musks Idee mit seinen Ingenieuren, die das möglich gemacht haben. Aber man...

Benutztername12345 17. Mär 2021

1. Internetausbau in D so massiv verkacken und dann wenn SpaceX was aufbaut große Töne...

JensBerlin 17. Mär 2021

Und morgen diskutieren wir dann wieder über digitale Souveränität oder über Resilenz...



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