Satelliteninternet: Auch OneWeb will sein LEO-Netz mit 5G verbinden

Nach der Ankündigung von Starlink und T-Mobile US will nun auch in Europa ein Netzbetreiber mit 5G zusammenarbeiten.

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Satellit von Oneweb
Satellit von Oneweb (Bild: Oneweb)

Der britische Satellitennetzbetreiber OneWeb will mit terrestrischen 5G-Smartphones kommunizieren. OneWeb kündigte in dieser Woche eine Zusammenarbeit mit dem 5G Innovation Center an der University of Surrey (5GIC) an. Gemeinsam ist ein 5G-Pilotprojekt mit dem Low-Earth-Orbit-Netzwerk (LEO) geplant.

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Erprobt wird der Transport von 5G-Diensten im Backhaul des Satellitennetzes und mit OneWebs Prototyp des Beam-Hopping-Satelliten Joey-Sat. Zudem will man Backhauling von einer mobilen 5G-Basisstation zu einem 5G-Kernnetz erproben, um eine nahtlose mobile Konnektivität für den Transport bereitzustellen.

Massimiliano Ladovaz, Chief Technology Officer von OneWeb, sagte, ein Low-Earth-Orbit-Satellitennetz, das mit 5G-Netzwerken interoperabel ist, sei entscheidend. "Aus diesem Grund freuen wir uns über diese Gelegenheit, die Zukunft der globalen 5G-Konnektivität über das OneWeb-Netzwerk zu testen."

Oneweb schickt seit 2019 Satelliten ins All

Zuvor hatte Starlink zusammen mit T-Mobile US eine Kooperation in den USA angekündigt. Dadurch sollen T-Mobile-Kunden über die Satelliten von Starlink eine nahezu flächendeckende Versorgung in den USA bekommen.

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Oneweb, früher Worldvu, ist eines von mehreren Unternehmen, die Satelliteninternet anbieten. Dazu baut Oneweb eine eigene Konstellation aus zunächst rund 650 Satelliten auf. Die ersten wurden 2019 ins All gebracht. Im April 2022 hatte Oneweb knapp 430 Satelliten im Orbit. Damit könnte das Unternehmen seine Dienste auf der Nordhalbkugel ab etwa 50 Grad Nord, aber noch nicht weltweit anbieten.

Marius Corici, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Software-based Networks am Fraunhofer-Institut FOKUS (Offene Kommunikationssysteme), sagte Golem.de im Juli 2022: "Eine Verbindung von terrestrischen 5G-Netzen mit einem Kommunikationsnetz über das All bietet viele Vorteile. Es kann Gebiete mit keiner oder schlechter Mobilfunkabdeckung versorgen, für die eine Glasfaseranbindung zu teuer oder nicht möglich ist, wie in ländlichen Regionen, auf einer Bohrinsel oder auf dem weiten Ozean."

So könne man bei einem überlasteten Netz, zum Beispiel bei Großveranstaltungen, temporär aushelfen und auch in Situationen, in denen ein besonders zuverlässiges Netz verlangt werde, wie etwa im Katastrophenfall. Nur aus dem All sei es außerdem für internationale IT-Hersteller möglich, ein Update für Hardware weltweit über ein einzelnes Netz auszuspielen, da terrestrische Netze länderspezifisch unterschiedliche Frequenzen nutzten.

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