Satelliteninternet: Amazon will Erlaubnis für 3.236 Satelliten

Die nächste Konstellation für Satelliteninternet wird vorbereitet: Amazon will über 3.000 Satelliten für die Datenübertragung in den Orbit schießen.

Artikel veröffentlicht am ,
Kommunikationssatellit im All (Symbolbild): langfristiges Projekt
Kommunikationssatellit im All (Symbolbild): langfristiges Projekt (Bild: Esa)

Der Online-Konzern Amazon will eine eigene Satellitenkonstellation aus über 3.000 Satelliten aufbauen. Laut einem Bericht von Geekwire soll das sogenannte Projekt Kuiper Internetverbindungen zwischen 56 Grad nördlicher und südlicher Breite zur Verfügung stellen. In Europa wäre Dänemark noch abgedeckt, Schottland, Norwegen, Schweden und die baltischen Staaten allerdings nicht mehr.

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Die Pläne wurden öffentlich, nachdem die Internationale Fernmeldeunion (ITU) einen Antrag der amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC erhielt, bei der Amazon eine Betriebserlaubnis beantragte. Insgesamt wurden drei Anträge für drei Konstellationen in einer Höhe von rund 600 km gestellt.

Die Satelliten befänden sich somit auf einer Höhe, in der sie ohne Antrieb weniger als 25 Jahre im Orbit bleiben. Zur Vermeidung von Problemen mit Weltraumschrott gilt das als Grenze, zu der sich Raketen- und Satellitenbetreiber verpflichten sollen. Allerdings ist die tatsächliche Einhaltung dieses Kriteriums auf dieser Höhe bereits abhängig von der genauen Bauart der Satelliten und der Sonnenaktivität, falls die Satelliten nicht mehr aus eigener Kraft ihren Orbit senken können. Anders als Verbindungen über die 36.000 km entfernten geostationären Satelliten ermöglichen Verbindungen mit Satelliten in niedrigen Erdorbits deutlich kürzere Latenzen, vergleichbar mit Glasfaserverbindungen.

Amazon nennt keine Details

Technische Details zu den Satelliten und ihrer Leistung sind noch nicht bekannt. Amazon beschreibt das Vorhaben als langfristiges Projekt. Es ist also davon auszugehen, dass es in nächster Zeit nicht mit existierenden oder geplanten Konstellationen konkurrieren wird.

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Derzeit operieren mehrere Konstellationen im niedrigen Erdorbit. Niedrige Bandbreiten im KBit/s-Bereich werden von den 48 Globalstar- und 17 Orbcomm-Satelliten geboten. Die 65 Satelliten der Iridium-Next-Konstellation erlauben Verbindungen bis 1,5 MBit/s. Die erst mit einem Raketenstart am Donnerstag fertiggestellte O3B-Konstellation aus 20 Satelliten erlaubt bis zu 800 MBit/s. Aus einem 8.000 km hohen Orbit können sie allerdings nur bis zu 12 Bodenstationen pro Satellit erreichen, die mit 4,5m großen Antennen bestückt sind.

Die Konstellation von Amazon ist eine von vielen vorgeschlagenen Konstellationen für breitbandige Internetverbindungen in niedrigen Orbits. Allerdings haben bisher lediglich Oneweb, Telesat und SpaceX erste Testsatelliten gestartet. In Erwartung dieser Konstellationen hat sich zuletzt die Nachfrage nach Satelliten in geostationären Orbits deutlich verringert.

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Frank... 05. Apr 2019

Über eine Distanz von unter 10 Meter. In dem Fall empfehle ich einen WLan-Satelliten in...

Kay_Ahnung 05. Apr 2019

Aber diese Unternehmen die klaun unsere Jobs, ach nee das war anders ;)

mvg 05. Apr 2019

Wenn euch Amazon nicht passt dann nutzt es nicht. Gibt genug Alternativen! Und fangt...

Kay_Ahnung 05. Apr 2019

Blue Origin ist so wenig in den Nachrichten weil Bezos das so will. Er hat am Anfang...

Olliar 05. Apr 2019

wenn einem schon alles auf der Erde gehört/gehören könnte, sucht man halt nach "Gemein...



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