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Satellitenbetreiber: Eutelsat und Kabel Deutschland testen 4K in Deutschland

Satellitenbetreiber testen in Deutschland bereits intensiv 4K-Angebote. Partner sind Netzbetreiber und Pay-TV-Anbieter. Fernsehsender sollen kurz davor stehen, 4K-Angebote zu starten.
/ Achim Sawall
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Panel "UHDTV - Technology Trends, Bandwidth Demands, Migration Strategies" auf der Anga Com 2015 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Panel "UHDTV - Technology Trends, Bandwidth Demands, Migration Strategies" auf der Anga Com 2015 Bild: Achim Sawall/Golem.de

Der Satellitenbetreiber Eutelsat ruft die Pay-TV-Anbieter auf, neue Set-Top-Boxen einzuführen, die 4K-Inhalte unterstützen. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Markus Fritz, Director Commercial Development und Marketing bei Eutelsat, am 10. Juni 2015 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln. "Wir wünschen uns mehr Mut der Pay-TV-Betreiber, Set-Top-Boxen für 4K zu bringen."

Tests für 4K gebe es in Deutschland mit dem Kabelnetzbetreiberverband Anga, mit Vodafone und Kabel Deutschland, erklärte Fritz.

Deutschland ist ein 4K-Land

27 Prozent der bei Eutelsat vertretenen Pay-Plattformen haben laut einer aktuellen Umfrage 4K-Pläne. Zuschauer seien auch bereit, für die sehr hochauflösenden Inhalte mehr zu zahlen. Deutschland gehöre hier zu den am schnellsten wachsenden Märkten.

Joachim Knör, Vice President Commercial Development, bei Astra Deutschland (SES Group) betonte, Kameras und Objektive für 4K seien für die Studios verfügbar. Nur die Produktion sei wegen der großen Datenmengen noch schwierig. Astra mache viele Tests zu 4K mit Pay-TV-Anbietern.

Noch gibt es keine Fernsehsender mit 4K in Deutschland. "Doch die stehen kurz davor, anzufangen. Content wird es früher geben, als viele erwarten." Beide Satellitenbetreiber haben Demo-Kanäle für 4K.

Laut Knör kommen 4K-Set-Top-Boxen noch dieses oder nächstes Jahr auf den Markt. In Deutschland wurden im Jahr 2014 bereits 200.000 UHD-Fernseher verkauft, in diesem Jahr sollen es laut den Prognosen 750.000 UHD Fernseher sein. "Die Preise werden stark fallen in den kommenden Jahren", sagte Knör.

Sean McCarthy, Fellow des Set-Top-Box-Herstellers Arris Group, sagte, in einigen Jahren werde jeder größere Fernseher 4K-fähig sein. 4K-Geräte seien auch viel bessere HD-Fernseher, versicherte er.

Mervyn Kelly, Marketing Director für die Region EMEA bei Ciena, sagte mit Blick auf 4K: "Wir brauche jede Menge mehr Bandbreite." Ciena ist ein Telekommunikationsausrüster mit Sitz in den USA.

In der digitalen Kinofilmproduktion ist 4K schon länger ein Begriff. Dort bezeichnet er jedoch eine horizontale Auflösung von 4.096 Bildpunkten, die Zahl der Bildzeilen kann etwas variieren. Denn das K steht, wie in der Informationstechnologie üblich, für 2 hoch 10 und damit für 1.024. Die Unterhaltungselektronik versteht unter 4K dagegen eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten, also die vierfache Pixelanzahl des sogenannten Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Wegen dieser Unstimmigkeiten, und vermutlich auch wegen des eher sperrigen Begriffs 4K, änderten die Hersteller die Bezeichnung in UHD für Ultra High Definition. UHD und UHD-TV sind auch die Namensgebungen von Broadcast-Verbänden und Zusammenschlüssen wie SMPTE und EBU.


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