Satelliten: Übernimmt SpaceX bald die Kommunikation der Nasa im All?

Die Nasa will ihr Telekommunikationsnetzwerk TDRS in diesem Jahrzehnt abschalten. Private Unternehmen wie SpaceX sollen es ersetzen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine Illustration des ersten TDRS-Satelliten im Weltall
Eine Illustration des ersten TDRS-Satelliten im Weltall (Bild: Nasa)

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will in diesem Jahrzehnt ihre veralteten TDRS-Satelliten in den Ruhestand schicken. Die sechs Tracking- and Data-Relay-Satelliten (Verfolgungs- und Datenrelaissatelliten) stellen unter anderem die Kommunikation zwischen der Bodenstation und der Internationalen Raumstation ISS sicher. Jedoch sind die in den 1980er-Jahren gestarteten Satelliten mittlerweile alt und die Nasa will keine neuen Telekommunikationssatelliten hochschicken.

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"Wir haben nicht vor, in Zukunft neue TDRS-Satelliten zu starten. Der Plan sieht vor, dass kommerzielle Unternehmen einen anderen Weg finden, Kommunikationsdienste für unsere Missionen bereitzustellen", sagt Eli Naffah, der Manager des Nasa Commercial Services Project, gegenüber Space.com.

Sechs Unternehmen stehen in den Startlöchern

Eine Partnerschaft mit sechs kommerziellen Satellitenbetreibern und der Behörde wurde bereits geschlossen. Darunter befindet sich auch das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Neben SpaceX haben aber auch Unternehmen wie das amerikanische Viasat, das schweizerische Unternehmen SES und das britische Unternehmen Inmarsat die Möglichkeit, ihre Technologie zu demonstrieren.

Neben der Kommunikation mit der ISS muss auch die Kommunikation mit dem Weltraumteleskop Hubble und weiteren Nasa-Missionen erfüllt werden. Dafür werden mindestens drei Satelliten benötigt, die in einer geostationären Umlaufbahn von rund 36.000 Kilometern fliegen sollen.

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Die Nasa will laut Naffah 278 Millionen Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre in das Projekt investieren. Doch warum der Wechsel zu kommerziellen Unternehmen? Die Nasa will sich mehr auf die Wissenschaft konzentrieren, sagt Naffah: "Wir hoffen, dass wir durch den Kauf kommerzieller Dienste eine gewisse Kosteneffizienz erreichen, aus dem Betrieb von Netzwerken aussteigen und uns stärker auf Wissenschaft und Erforschung konzentrieren können."

Eine technische Herausforderung für die Unternehmen wird dabei die Telekommunikation mit der ISS sein. Diese bewegt sich nämlich mit 28.000 Kilometern pro Stunde um die Erde - ganz anders als beispielsweise Flugzeuge, die mit 740 bis 930 Kilometern pro Stunde fliegen. Offiziell soll die Raumstation noch bis 2031 betrieben werden. Jedoch will sich Russland wegen seines Krieges in der Ukraine und den Konflikten mit dem Westen nun früher aus dem Projekt entfernen. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.

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