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Satelliten-TV-Betreiber: AT&T kauft DirecTV für knapp 50 Milliarden US-Dollar

Die Milliardenübernahme des Satelliten- TV-Anbieters DirecTV durch den größten US-Festnetzkonzern AT&T ist perfekt. Die Unternehmen einigten sich auf die Transaktion, mit der sich AT&T im Kampf mit Comcast und Co. in Stellung bringt.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
AT&T wird zum zweitgrößten Pay-TV-Anbieter in den USA
AT&T wird zum zweitgrößten Pay-TV-Anbieter in den USA (Bild: Ethan Miller/Getty Images)

Die Übernahme des größten Satellitenfernsehanbieters der USA, DirecTV, durch den Telekom-Konzern AT&T ist beschlossene Sache. Die Spitzen der beiden Unternehmen einigten sich auf einen Kaufpreis von 48,5 Milliarden US-Dollar, wie beide Konzerne mitteilten.

AT&T wird zum zweitgrößten Pay-TV-Anbieter in den USA

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Mit der Transaktion will der zweitgrößte Mobilfunkkonzern und größte Festnetzbetreiber seine Position im härter werdenden Kampf um Zuschauer und Ressourcen festigen. AT&T wird durch den Zukauf zum zweitgrößten Pay-TV-Anbieter des Landes. Während vor allem Internet-Videodienste wie Netflix Kundenzuwächse verzeichnen, sind die Abonnentenzahlen bei Anbietern von Satellitenfernsehen zwar rückläufig, dennoch bleibt der Markt für Pay-TV ein Milliardengeschäft.

AT&T bewertet DirectTV bei der Transaktion mit 48,5 Milliarden US-Dollar (35,4 Milliarden Euro) ohne Schulden. Der Telekom-Konzern bietet insgesamt 95 US-Dollar je Aktie, davon 28,50 US-Dollar in bar und 66,50 US-Dollar in eigenen Anteilen.

Vor allem der Preiskampf auf dem Mobilfunkmarkt zwingt die Anbieter zunehmend, nach neuen Wachstumsmöglichkeiten zu suchen. Erst Mitte Februar 2014 hatte der Kabelkonzern Comcast die Übernahme des Rivalen Time Warner Cable für 45 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Seit Wochen gibt es zudem Gerüchte, der Mobilfunkanbieter Sprint sei an der Telekom-Tochter T-Mobile USA interessiert.

DirecTV gehört zu Liberty Media

DirecTV ist seit dem Jahr 1994 aktiv und gehört zu den größten Pay-TV-Anbietern der Welt. Eigner ist Liberty Media, das zum Imperium des texanischen Medienmoguls John Malone gehört. In Deutschland ist das Unternehmen Eigentümer des Kabelnetzbetreibers Unitymedia KabelBW. DirecTV ist vor allem auf dem US-Markt vertreten, bietet seinen Dienst aber auch in Lateinamerika an und ist mit 93 Prozent an Sky Brasil beteiligt. Zuletzt hat der Konzern jedoch Kunden verloren.

Der Markt für Satellitenzugänge in den USA stagniert, weil die Betreiber anders als im Telekom-Festnetz oder im TV-Kabelnetz keine sehr schnellen Internetverbindungen bieten können. Der Zusammenschluss mit AT&T eröffnet DirecTV neue Möglichkeiten.



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ploedman 19. Mai 2014

Sehe ich genau so. Was Preis, Service, Angebot betrifft, sollte klar sein. Wenn es in...


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